Auf zu neuen Ufern

Seit letzter Woche drücken auch wir nun wieder die Schulbank, um unser Wissen und die bereits absolvierte Ausbildung im beruflichen Bereich zu erweitern.
Täglich um 5.30 Uhr aufstehen, um rechtzeitig losfahren zu können, haben es ganz schön in sich und kosten viel Kraft. Wir haben uns vorgenommen im Zweifel einfach erst Mal nur hinzugehen ohne Leistungsansprüche. Dennoch eine Herausforderung. So ganz lassen sich die Ansprüche an uns selbst in mir dann trotzdem nicht abstellen. Die KlassenkammeradInnen sind nett und offen – Gott sei Dank! Sie wissen zwar nichts von unserer Geschichte, aber man kann ganz gut mit Ihnen reden und wir fühlen uns irgendwie zumindest „oberflächlich“ sozial integriert, wobei wir zwischendrin immer wieder etwas ungläubig denken: „Wow, das ging ja diesmal scheinbar schnell. So schnell soll das gehen!?“ Es sind viele neue Eindrücke, die auf uns einprasseln und auch wenn sie schön und lustig sind, doch einiges an innerem Koordinationskönnen abverlangen. Es gibt so unendlich viele Dinge die triggern. Lehrer, die uns einfach Angst machen. Vorgesetzte, die uns manchmal das Gefühl machen irgendwie eingesperrt zu sein, obwohl sie das sicher nicht wollen. Unbedachter Sprachgebrauch von Wörtern wie „Vergewaltigung“, die uns um die Ohren knallen. Manchmal würden wir dann am liebsten schreien, dass die Betreffende Person gefälligst damit aufhören sollen, für etwas, was nicht so benutzt wird, wie es gedacht war oder ungeschickt gebraucht wird, dieses Wort zu verwenden ohne seine Bedeutung zu kennen. Ich fühlte mich als Außenperson von Tag zu Tag mehr, wie eine leere Hülle, mit zunehmend weniger Innenkontakt. Funktionieren vs. mich/uns selbst spüren. Wir waren froh, als das Wochenende kam und genießen heute unseren Sonntag, der Platz lässt für die Dinge, die unser Herz braucht.
Wieder bei uns selbst ankommen.
Eine Kerze. Stilles Sitzen auf dem Boden in unserem „Einfach so sein, wie wir sind“-Raum. Den inneren Gedanken nachhängen. Die Katzen spüren und streicheln.
Wir sind stolz, dass wir die erste Woche geschafft haben und klopfen uns innerlich selbst dafür auf die Schulter.
Morgen geht es weiter.
Wir sind frei.
Es ist einfach schön, das tun zu können, weil wir es wollen.

Schmerzgedanken

Manchmal tut das Leben einfach nur scheiße weh!

Mitten drin.

Einfach so.

Plötzlich.

Ohne Vorwarnung.

Einfach nur scheiße weh!

Schmerz.

Taumeln.

Niedersinken.

Irrlichter.

Erbarmungslos immer weiter sinken.

Dunkle, glitschige Substanz, die nicht mehr los lässt, nach unten zieht.

Trauer.

Verlust.

Nicht darin untergehen…