Ein Beitrag für euere Fragen

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Etwas mehr als drei Jahre gibt es diesen Blog jetzt schon. Er ist mit seinen Lesern gewachsen. Uns bereitet es so viel Freude zu sehen, dass immer mehr Menschen mitlesen und sich für unsere Worte interessieren. Die Leserschaft selbst scheint dabei mittlerweile genau so bunt zu sein, wie der Blog und wir selbst. Danke euch allen dafür! 😘

Als wir so am Tisch saßen und überlegten, was ein schöner neuer Beitrag sein könnte, fanden wir den Zeitpunkt sehr geeignet einfach mal euch lieben Leser und Leserinnen nach euerer Meinung und eueren Wünschen zu fragen.
Gibt es Dinge, die ihr schon immer mal gerne von uns wissen wolltet? Dann her damit! Dabei ist grundsätzlich jedes Thema willkommen – solange es die Basisprinzipien von „Nettikette“ und respektvollem Umgang wahrt, versteht sich. Die Fragen können sich rund um das Thema „Trauma“ und „Viele sein“ drehen, müssen es aber nicht. Die gesamte Bandbreite an kreativen Fragen oder Schreibaufgaben steht euch offen. 😉

Die Kommentare wollen also ab sofort hier gefüttert werden und freuen sich auf jede von eueren Anregungen, Rückmeldungen und Ideen. Wir werden sie anschließend, in einem oder mehreren Beiträgen so gut wie möglich umsetzen.

Das wird spannend, aber wir freuen uns drauf!

Ganz liebe Grüße,
Sofie und euere bunten Schmetterlinge 😊🦋💫

37 Kommentare zu “Ein Beitrag für euere Fragen

    • Hallo, 🙂
      das Thema Entspannung ist ein spannendes Thema. 😉 Ich glaube darüber haben wir tatsächlich auch noch nie in der Form geschrieben. Das wird sich jetzt natürlich ändern. 😉

      Vielen Dank dir für deine Anregung! 😊

  1. Tolle Idee, liebe Sofie!
    Was wenn diese Diagnose DIS eben nur eine Diagnose ist und mehr nicht? Vielleicht ist es ein revolutionärer Gedanke, wenn wir alle als vorgeburtlich, in der Kleinkindzeit, in der Kindheit, in der Jugend, und auch noch später ALLE sehr traumatisiert sind, alle dissoziiert sind, gespalten, geschädigt, „zu Tode“ verletzt, gebrochen, verstört….worden sind und wir im Grunde alle Therapie bräuchten….oder eben eine andere Sichtweise entwickeln müssten, statt nur den sog. „Kranken“ (mit Diagnose) eine Therapie zu genehmigen?
    Wenn ich mich Tag für Tag umsehe und in den vielen Begegnungen des Tages soviele Menschen mit verletzten Seelen erlebe, die ausblenden, nicht reflektieren, alles abwehren was ihnen nicht gefällt, blind und mit Scheuklappen herumlaufen, mit den Fingern auf andere zeigen…..denke ich, dass die Menschen hier in den Blogs bei Dir und vielen anderen und auch bei mir mit diesen Diagnosen DIS, DDNOS, Borderlines ….mitlesen und sich äußern, doch eigentlich die Sorte Mensch sind, die am wenigsten therapiebedürftig sind, weil sie imstande sind, einen ehrlichen Blick auf sich selbst und diese sich zerstörende Welt in der Lage sind – zu werfen….Was sagst Du dazu? Und findest Du es auch, dass es eigentlich ein Geschenk ist, dass wir durch unser Schicksal gelernt haben stärker und mutiger zu werden um die Wahrheiten in uns und in der Welt zu suchen?

    • Liebe Melinas,
      es freut uns sehr, dass euch die Idee gefällt! 😀 Wir werden euere Fragen sicher aufgreifen. Über die ein oder andere müssen wir jetzt erst einmal nachdenken. Die haben wir uns so noch nicht gestellt.😉

      Hier aber schon mal vielen Dank für deine Rückmeldung und die Anregungen! 😊

  2. ich bin ja erst seit kurzem hier auf Deinem/Eurem Portal, also schon noch in der „Orienteirungsphase“. – Was ich bisher heir gelesen habe, hat mir alles gefallen bzw. war interessant für mich.

    Auf der Blogplattform, von der ich 2015 hierher gekommen bin (weil die andere geschlossen wurde) hatte ich längere zeit Kontakt zu einer jungen Frau, die ganz viele, sehr unterschiedliche Persönlichkeiten in sich trug – Ursache waren schlimmste Misshalndlungen. Ich hatte zuvor nicht die leiseste Ahnung von so etwas.

    Sie war sehr mutig, sehr froh aber auch, dass da jemand war, der sich wirklich interessierte, der zuhörte.

    ich habe größten Respekt vor dieser jungen Frau entwickelt und werde sie niemals vergessen. Irgendwann ging es ihr leider wieder so schlecht, dass sie das Bloggen aufgeben wollte und musste. Unser Kontakt verlor sich dadurch.

    Was ich sagen will:

    Es fällt mir unsagbar schwer zu diesem Thema zu fragen, um so mehr als ich eben einen sehr authentischen und in mir tiefe Eindrücke hinterlassen habenden Einblick dort hinein erfahren habe. – Wenn man so etwas einmal ein Stück weit erlebt hat, dann ist das so, glaube ich.

    Ich werde gern weiterlesen hier bei Dir, bei Euch. Und irgendwann werde ich sicher auch anfangen dies und jenes zu fragen. Nur jetzt vermag ich es (noch) nicht.

    Ich möchte erst zuhören, erst lesen, erst ein Stück weit begleiten dürfen.

    Dankeschön, dass ich das hiuer darf.

    Sehr liebe Grüße an Dich, Sophie, und an alle Deine Schmetterlinge!

    • Lieber Sternenflüsterer,
      das darfst du natürlich genau so. Ich freu mich sehr, wenn du hier mitlesen magst und dir die Beiträge gefallen! 😀 Außerdem finde ich es ohnehin sehr mutig, wenn man sich traut in das Thema „Viele sein“ einzutauchen. Von außen ist vieles sicher auch schwierig, unbekannt und an manchen stellen vielleicht auch erst mal verwirrend.
      Fragen kannst du auch sonst natürlich jederzeit stellen, wenn sie in dir auftauchen. Das Angebot fällt ja generell nicht weg, nur, weil der Beitrag irgendwann nicht mehr aktuell ist.

      Schade, dass sich dein Kontakt zu der Viele-Frau insgesamt durch die Schließung des Blogs verloren hat. Irgendwie jedesmal wieder traurig, wenn liebgewonnene Schreibpartner sich verlieren.

      Sei herzlichst zurück gegrüßt! 😊

  3. Pingback: Freizeitspaß und Entspannung | Sofies viele Welten

  4. Liebe Sofie,

    ich finde das eine sehr schöne Idee 🙂
    Mich würde interessieren wie ihr euren Alltag organisiert. Habt ihr eine gute Regelung dafür gefunden, dass jeder seinen Interessen nachgehen kann, aber auch die Pflichten des Alltags nicht zu kurz kommen? Wie geht ihr damit um, dass einige sehr viele Fähigkeiten haben, aber andere noch im vergangenen Erleben stecken?

    Liebe Grüße
    Bunte Sterne

  5. Pingback: Melinas Fragen und Schmetterlingsphilosophien 🙂 | Sofies viele Welten

  6. Ich bin auch noch nicht so lange bei euch, hab auch noch nicht die alten Beiträge gelesen, daher weiß ich nicht, ob ihr dazu schon geschrieben habt.
    Uns interessiert was ihr zum Thema Vergebung für euch erarbeiten könntet oder gerne würdet bzw. was ihr davon hält. Viele sind ja der Meinung, es wird einem nur besser gehen, wenn man vergibt (den Tätern und sich selbst) und man Verantwortung für alles im eigenem Leben trägt, ja sogar einen Nutzen von diesen Dingen hatte (vielleicht etwas lernen wollte) und es sich ausgesucht hatte, so etwas erleben zu wollen. Bei uns schreit es, wenn wir so etwas hören! Aber es würde mich interessieren, wie andere darüber denken. Wobei Verantwortung, Schuld und Vergebung viele Aspekte und Sichtweisen haben können.
    Desweiteren interessiert uns das Thema der Zweifel. Ob das wirklich passiert ist, ob man wirklich ne DIS haben kann. Ich habe auch in anderen Blogs gelesen, und viele haben mit diesen hin und her zu tun. Wie ist es bei euch im heute und wie war es am Anfang? Was glaubt ihr, wieso man so viel zweifelt? Was hat euch geholfen?
    Und zuletzt: habt ihr eine Möglichkeit gefunden euch Pausen zu verschaffen wenn die Flashbacks, Wechsel, Zweifel und Grübeln euch keine Ruhe lassen? Ist ein „heute bin ich EIN gesunder Mensch – Zustand“ um sich von dem Mist zu erholen überhaupt irgendwie machbar?

    Wir danken euch von Herzen für euren kostbaren Blog und wünschen euch alles Liebe.

    • Wir danken euch von Herzen, für diese liebe Rückmeldung! Freut uns sehr, dass ihr unsere Worte als kostbar erlebt. 😀

      Wir greifen euere Themen gerne auf. Über das ein oder andere gibt es zwar schon Beiträge, aber das macht nichts. Die Fragestellungen sind es wert, auch nochmal auf den aktuellen stand gebracht zu werden. Wir haben uns in der Zwischenzeit ja auch verändert. Eventuell werden wir unsere Antworten auf mehrere Beiträge verteilen. Wir hoffen, das wäre kein Problem für euch. Mal sehen…

      Liebe Grüße,
      Sofie 😊

      • Das ist natürlich kein Problem. Ihr könnt vielleicht auch die alten Beiträge zu den Themen verlinken, so können wir uns ein besseres Bild machen.
        Was mir noch einfällt: wegen der Vergebung geht es mir in erster Linie darum selbst losslassen zu können und nicht darum den Tätern persönlich was mitzuteilen. Wir dachten heute wieder über deren Schuldfähigkeit nach. Es ist ein so schweres Thema! Geht losslassen auch ohne zu vergeben?

        Alles Liebe euch.

      • Zum Thema Vergebung gibt es jede Menge zu sagen…und ich finde es ist dabei wichtig, dass Du erwähnst, es gehe Dir dabei um das eigene Loslassen. Ich würde sogar sagen: es geht dabei um den eigenen Frieden in unserer Seele. Natürlich habe ich es ein wenig leichter zu „vergeben“ …meiner Generation war vieles nicht möglich zu erkennen, was den meisten Eltern heute eher zugänglich war – in punkto Erziehung und psychologisches Wissen. Wenn ich nur meine Eltern im nachhinein betrachte, (die ja noch im Jugendalter den 2. Weltkrieg miterlebt haben) so hatten sie wenig Chancen sich ein umfassendes Bild von der Menschenwürde und den Herzensqualitäten zu machen. Sie wurden selbst vernachlässigt, herzlos, autoritär, oft ohne Mitgefühl erzogen – man nahm auf ihre Seelenbelange wenig Rücksicht. Das ist einerseits der damaligen Zeit geschuldet, wo es um materielles Überleben ging, um Armut – keine Chancengleichheit – dieses Wort gab es damals gar nicht…und und und. Und heute wissen wir, dass sich all diese Verletzungen aus einer solchen Zeit auf die nächste Generation weiter fortsetzen. Daher ist für mich Bewusstheit die wichtigste Errungenschaft für das Thema Vergebung und v.m. Damals gab es kaum Literatur zu solchen Themen, kein Netz, wo man sich mit Blogs austauschen kann, mit der Bewusstmachung hinken viele aus dieser Generation so sie noch leben, immer noch hinterher – wäre dem nicht so gewesen (also das mangelndes Bewusstsein) wären die Verbrechen an den Juden wohl so nicht möglich geworden. Aber ich weise darauf hin, dass wir das Thema „Verfolgung anderer oder Missachtung“ gerade wieder am Wachsen ist. Auch heute fehlt es sehr vielen Menschen an Bewusstheit, Reflexionswillen/können ….
        Deshalb ist für mich an oberster Stelle die Bewusstheit – (fast) nur in der Unbewusstheit geben Menschen Grausamkeiten weiter. Und um Frieden in uns zu finden im Punkto Grausamkeit an Kindern – müssen wir die Umstände auch in Rechnung stellen, das heißt nicht, dass wir das im Nachhinein schön reden, sondern einfach die Ursachen betrachten müssen um solche Bedingungen für Ausbeutung von Kinderseelen zu stoppen. Wir wissen alle, dass diese Gegebenheiten heute immer noch und vermehrt (Kinderpornografie, Ausbeutung) „gehandelt“ wird. Und Leute wie wir, die das am eigenen Leib erfahren haben, und unser Bewußtsein dafür besonders sensibilisiert ist sollten auch dieses Bewußtsein (mit all seinen Auswirkungen) in die Welt tragen und das tun wir hier. Das hat für mich eigentlich nichts mit Vergebung zu tun. Aber Bewußtsein macht in gewisser Weise frei.

      • In gewisser Weise Frei – ja und nein. Je mehr Erinnerung kommt, um so weniger frei fühle ich mich, es explodiert in uns, das System kollabiert. Daher so lange ein nein, bis uns dieses Wissen nicht mehr so stört und wir diesen besagten inneren Frieden gefunden haben. (Vielleicht explodiert es aber immer bevor es heilt?)
        Und ja, weil wir nicht mehr schweigen müssen, nichts verstecken brauchen, so sein dürfen wie wir sind. Das was früher nicht ging, wo Verbote uns am sosein hinderten. Ja, das macht frei.
        Doch ist die Unbewusstheit wegen dem kollabieren auch ein Segen, auch wenn kein wirklich echter. Frei kann man da nicht sein, viel mehr ist man gefangen in Zwängen und Süchten, und Selbstlügen – notwendiges Übel, um nicht kollabieren zu müssen.
        Es braucht nicht nur die Möglichkeiten dieser Neu-Zeit um Bewußtheit zu erlangen, sondern eine Riesen-Portion Mut…
        Und irgendwann kann man vielleicht echt los lassen.
        Aber Vergeben? Ist es wirklich so, dass diese Generation die Bewußtheit nicht erlangen konnte? Und ist die Unbewußtheit ein Freibrief zur Ausbeutung? Eine Entschuldigung der Ausbeutung? Haben diese unbewussten Alt-Zeit Menschen keine Wahl gehabt, könnten sie sich wirklich nicht gegen die Ausbeutung und für die echte Liebe entscheiden?
        Hätte ich begonnen, andere zu quälen, nur weil es keine Therapie und Infos geben würde?
        Ehrlich? Ich glaube nicht, oder höchstens als Ausrutscher. Wenn eines der Täterintrojekte nicht mehr nur uns bestrafen würde und vollen Zugriff hätte. Aber würde ich das mitbekommen, würde ich lieber freiwillig ins Knast oder die Klapsse wandern, als zuzulassen, dass das nochmal passiert, erst recht wenn ich ein Kind hätte und dieses dran glauben müsste! Diese Wahl hatten doch alle Täter und sie wußten doch was sie taten! Unser Plaudern hätte den Tod bedeutet, das haben sie uns intensiv eingeimpft! Ja, sie wussten dass es falsch ist und versteckten es um jeden Preis! Sie waren sich bewusst, dass es verboten ist, was sie tun und verwischten alle Spuren! Und unsere Mutter? War die immer nur im Täterintrojekt-Modus in meiner Nähe? Keine „klaren“ Momente? Die hat sie ab und an mal in der jetzt Zeit gehabt. Damals wirklich nicht? Hat sie sich dann nicht gefragt, wieso sie sich ne Wohnung kaufen kann oder Pelze? War es ihr egal wo das Geld her kam? Vielleicht ist es ihr aber einfach nur egal gewesen, weil sie kein guten Anteil in sich trägt, oder diese immer zum Schweigen brachte? Und wenn es so ist, ist es nicht eine Entscheidung? Oder ist es etwa eine andere Programmierung als die unsere, und sie hatte wirklich keine Wahl?
        Vergeben obwohl keiner auch nur bereut und alles pure Absicht war? Womöglich sogar die Schuld auf mich nehmen, weil ich mir diese Familie „ausgesucht“ habe? Ist das möglich, wirklich? Daran glaube ich nicht, auch nicht an Reinkarnation oder so ein Kram. Mit Händen und Füßen würde ich mich gegen diese Familie währen! Hab ich auch (in gewisser Weise, wenn man an so was glauben mag), denn ich wollte lieber sterben als da zu leben und kam Tod zu Welt, die Nabelschnur um den Hals gewickelt…
        Ist losslassen ohne Vergebung möglich? Ich will keine Rache, kein Hass nur Gerechtigkeit. Hab ich Pech gehabt, wenn ich denen nicht vergeben kann? Oder kann ich es irgendwann, nur heute eben noch nicht?

      • Oh ja, was für ein schöner Aspekt, den du hier mit dem „Bewusstsein“ ansprichst! Sich seiner Gefühle bewusst zu sein und sich Ihnen zu stellen ist alles, was es braucht. Wenn sie grade nicht Vergebung heißen, dann ist das eben so. Muss ja nicht sein. Wut oder Schmerz sind ebenso legitim. Gefühle haben ihren eigenen Fluß, die kann man nicht erzwingen, auch nicht, wenn sie Vergebung heißen.

        Ganz liebe Grüße,
        Sofie 😊

      • Mach ich bei Gelegenheit. 😊
        Muss ich auch erst suchen.

        Schuldfähig sind die alle voll. Wieso sollten sie es nicht sein?
        Loslassen geht klar auch ohne vergeben! Loslassen heißt nichts anderes, als sich und seine Geschichte selbst wertschätzend anzunehmen, mit den Gefühlen die dazugehören.

      • Nicht schuldfähig weil sie vielleicht selbst programmiert waren/sind? In diesem Umfeld aufgewachsen und nichts anderes kannten, es normal und richtig für sie war? …

        Freut mich allerdings, dass es ohne Vergebung gehen kann, denn ehrlich, wenn deren Verhalten Absicht ist, dann kann ich ihnen nicht vergeben! Niemals! Obwohl es heißt ja, sag niemals nie…

      • Ich geh jetzt einfach mal davon aus, dass du heute keine Kinder quälst oder abrichtest. Weshalb ist das so? Wieso wendest du keine Gewalt gegenüber anderen Menschen an? Die Geschichte dafür hättest du…

      • Ich habe keine Kinder, bewusst! Weil ich Angst hätte, ihnen was anzutun.
        Aber das Bewusstsein dafür hab ich nicht schon immer. Wäre ich schwanger geworden, was wäre dann? Hätte ich das im Griff? Oder würde ein dunkler Teil aus uns heimlich sein Unwesen treiben?
        Ich weiß das echt nicht. Würde ich heute ein Baby bekommen, würde ich im ernst über all Kameras installieren… Ich will niemandem was tun!
        Nur sieht es jeder in uns genau so? Manche finden da ist nichts schlimmes bei…! Und die Kontrolle hab ich ja nicht. Vergesse auch ständig was gerade war, oder bekomme es gar nicht erst mit.
        Ja, ich gehe in die Therapie und würde freiwillig in Knast gehen, wenn wir was anstellen würden und ich es erfahre. Vielleicht sind wir also anders als unsere Täter.
        Aber bei meiner Mutter bin ich gar nicht sicher, die ist glaub ich auch nicht bewusst böseartig, sondern verDISt ihre Taten. In wie fern sie es damals verDISen konnte, wo ich noch klein war, weiß ich aber auch nicht…

      • Auf Gewalt gegen andere Menschen sind wir ja gar nicht eingegangen. Also das machen wir in der Tat nicht, jedenfalls keine Körperliche Gewalt. Worte können aber sicher schon mal verletzlich sein.
        Wir können es nicht, bzw ich kann es nicht. Jemanden auch nur ne Ohrfeige zu geben ist echt nicht möglich, unsere Hand stoppt kurz vor dem Gesicht, egal wie sehr so ein Mistkerl es auch verdient hätte. So viel ICH weiß, haben wir noch nie nem Menschen was getan, außer das als Kind, womit ich nicht wirklich klar komm. Vielleicht hab ich aber einfach nur keine Erinnerung daran und jemand aus uns hat was getan, das kann ich ja nicht ausschließen.

      • Siehst du. Du bist auch erwachsen geworden. Du hättest die Gewalt auch weiter geben können. Du kämpfst auch mit Programmen. Aber du hast dich anders entschieden und genau das ist der Punkt.
        Gewalt erlebt zu haben entlässt einen nicht aus der Verantwortung für Dinge, die man im späteren Lebensalter anderen Menschen antut. Selbst wenn deine Täter die Taten in einem antrainierenden Zustand verübt hätten, was ich nicht glaube, müssen sie dafür gerade stehen. Sie wollten Kinder quälen und heißen das gut. Sie haben sich so entschieden, also müssen sie auch dafür gerade stehen.
        Ihr entscheidet, wem ihr wann vergebt und wenn es nie der Fall ist, dann eben nicht.

      • Dann ist es eben zur Zeit keine Vergebung!
        Es wäre schön, wenn wir uns da einig wären und das Thema beenden. Ich mag dieses im Kreise drehen echt nicht mehr. Das raubt alles so viel Energie…
        Vielen lieben Dank für eure Hilfe und alles Liebe für euch.

      • Es ging mir nicht darum mich hier mit dir im Kreis zu drehen. Vielmehr wollte ich dir helfen, dich durch die Rückfragen zu entlasten und verdeutlichen, dass euere Gefühle wirklich ok sind wie sie sind. Ansonsten müssen wir uns da nicht auf irgendetwas einigen. Was du dazu fühlen willst, darfst du ganz selbst entscheiden. Natürlich können wir hier stoppen, wenn dir das zu viel wird!

        Liebe Grüße,
        Sofie 🙂

      • Tschuldigung Sofie, ich meinte nicht dich und mich sonder uns, also mich und die anderen in uns. Wir drehen uns ständig im Kreis. Ob wegen dieser Schuld und Vergebungs Sache, oder wegen dem hin und her zwischen Wissen und Zweifeln zum Erlebten oder der DIS…
        Aber nachdem ich das noch mal gelesen hab, was ich da geschrieben hab, musste das ja so bei dir ankommen. Sorry. Natürlich wollen wir darüber reden mit dir, weil es uns hilft überhaupt eine Klarheit zu erlangen. Und das tut echt gut.
        Danke euch.

      • Das ist kein Problem! 😀 Selbst wenn du mich gemeint hättest. Kann ja mal sein, dass wir über‘s Ziel hinausschießen. Da wäre es auch ok, wenn du sagst, dass stoppen jetzt für dich passender ist. Wollte nur kurz erklären, dass das nicht meine Absicht gewesen wäre. Also alles im grünen Bereich! 😉

        Da haben wir wohl aneinander vorbei interpretiert. Sorry, auch von mir! Ich hoffe meine Antwort hat dich dann nicht zu sehr erschrocken oder verwirrt. Manchmal ist das bei geschriebenen Worten dann doch schwierig. Wir-Form gilt ja tatsächlich bei uns beiden auch, wenn wir von uns alleine sprechen. 🙈😀

        Ganz liebe Grüße,
        Sofie und die bunten Schmetterlinge

      • Passiert mir zu Hause mit meinem Mann auch sehr häufig. Dann weiß er auch nicht ob ich ihn und mich oder nur mich/uns mit dem wir meine.
        Hat mich also nicht erschrocken und auch nicht verwirrt. Alles ist gut liebe Sofie. ❤

  7. Pingback: Alltagsorganisation mit DIS | Sofies viele Welten

  8. Oh vergißmeinnicht….wie sehr kenne ich all diese Aussagen, wie oft habe ich gegen den Gedanken gewütet, dass ICH mir solche Eltern ausgesucht haben sollte, und wie verachtete ich meine Mutter, ja hasste sie…jahrzehntelang….Doch irgendwann musste ich genau hinschauen, denn es ging nicht um die „Schuld“ meiner Eltern oder anderer, die mir soviel antaten. Es ging mir um wahre Gerechtigkeit – ja wirklich – und zähneknirschend musste ich auch die andere Seite genau so gründlich anschauen und zulassen….Denn der Hass und die Verachtung die brachten mich fast um, ich begriff, dass es nicht um die Täter ging, sondern um meinen Seelenfrieden, um meine Freiheit. Ich habe sehr sehr lange gebraucht um an diesen Punkt zu kommen – nicht Vergebung, sondern ALLES was ist und war zuzulassen und als die Schrecklichkeiten noch nicht alle am Licht waren, immer wieder Neue hervor“knallten“ konnte ich das alles auch nicht sehen und ich kämpfte, wütete und verleugnete alles Gute darin. Und wer weiß – ich habe auch noch nicht alles „geborgen“, da sind noch Innens in mir, die nicht geklärt sind – vielleicht werde ich deswegen auch noch und wieder eine lange Weile verzweifelt kämpfen und mich gegen die andere Sicht wehren, weil ich noch nicht stark genug bin und vielleicht werde ich dann noch lange Zeit diese „Friedensarbeit“ in mir tun müssen und vielleicht werde ich es auch nicht schaffen und nie wirklich frei werden von dieser Verletzung. Aber ich arbeite daran – nicht um zu vergeben – sondern um zu verstehen und meinen Frieden in mir zu finden.

    • Ja, mir geht es auch um den inneren Frieden. Und auch darum ALLES was war und heute ist anzunehmen und akzeptieren.
      Und vielleicht geht es in der Tat nicht um Vergebung, vielleicht auch nicht um Schuld (keine Ahnung), vielleicht hat diese Akzeptanz und der innere Frieden wirklich nichts damit zu tun.
      Vielleicht aber doch, in gewisser Weise. Denn es sind die Fragen nach der Schuld und Verantwortung, die mich bewegen. Die Gefühle in mir, die ständig schreien, aber nicht sein dürfen, weil sie Panik machen, oder nicht in dieser Welt als akzeptabel gelten. Und so lange es ständig in mir herum sticht, kann es keinen Frieden geben und auch keine Akzeptanz. Damit auch kein losslassen.
      Wahrscheinlich sind wir einfach noch nicht so weit!
      Ja, uns geht es auch um wahre Gerechtigkeit! Und ernsthaft, was muss ich/wir uns ansehen, welche Seite? Kein Baby sucht sich Gewalt aus! Wo soll denn bitte dabei ein Gewinn sein, für das Baby wenn es gequält wird? Wo hat denn das Baby ne Schuld daran, dass es diese Gewalt erfahren muss? Wer kommt denn auf die Idee, dass es etwas positives daran gibt, dass man es vielleicht sogar braucht um zu wachsen oder so ein Unsinn? Das ist doch Täter Gerede! Die wollen uns eine Mitschuld zu weisen, behaupten, wir brauchen das und sie tun uns eben diesen Gefallen!
      Ich habe es mir nicht ausgesucht, ich brauche den Scheiß nicht, verabscheue ihn und ich wachse auch nicht daran, wenn ich mich auch heute noch davon gequält fühle! Es braucht keine solch extremen Erfahrungen um die Welt zu verstehen, zu wachsen, oder hinter die Fassaden zu blicken! Liebe und Mitgefühl erreichen genau das selbe und das ganz ohne Schmerzen, sondern mit Glück und Zufriedenheit!
      Na ja, meine Wut geht hoch bei diesem Thema. Soll jeder glauben was er möchte, ob an Reinkarnation und dass die Seele solche Gewalt-Erfahrungen machen will, oder an Gott der Liebe ist, oder vielleicht auch daran, dass man sein eigener Schöpfer ist (der soll mir zeigen wie er auch nur ein kleines Blümchen schöpft, nur weil er es ganz viel imaginiert, wünscht und glaubt…). Jedem das seine, was ihm halt passt. Ich wähle die Liebe und hoffe, dass diese stärker ist als Gewalt und Egoismus.
      Deshalb kann ich mich nicht damit anfreunden, dass es Gerecht ist, was mir passiert ist, oder ich einen Nutzen davon habe. Und ich glaube auch nicht, dass ich nur wegen der Gewalt empathischer bin, oder mich nicht durch Oberflächlichkeit blenden lasse. Das können auch Gewalt-Unerfahrene, ebenso wie umgekehrt so manch Gewalt-Opfer Gefühllos und oberflächlich ist.
      Ich möchte damit keinen angreifen, der das trotzdem glaubt. Letzten Endes muss jeder seinen eigenen Weg finden und gehen. Und das in allen Bereichen des Lebens.
      Alles Liebe euch.

  9. Ich möchte mich einmal bedanken. Ich bin immer wieder sehr positiv angetan von der angenehmen und achtsamen Art wie hier (und auch in einigen anderen Blogs von Betroffenen) miteinander umgegangen wird. Oftmals wird es dargestellt, als ob Betroffene von DIS generell eine tickende Zeitbombe seien. Gerade in solchen ‚Gesprächen‘ in denen Missverständnisse auftreten, zeigt sich, wie viel Alltagskompetenz die Betroffenen haben.

    • Danke dir auch, für die Rückmeldung! 😊
      In den allermeisten Fällen kann man das Missverständnis ganz in Ruhe aus dem Weg schaffen. Grade wenn beim Lesen Mimik und Gestik des Gegenübers fehlen, passiert sowas einfach auch mal. Ich muss sagen, dass ich hier die Leser und Leserinnen auch wirklich loben muss. Bis auf höchst selten Ausnahmen sind die Kommentare, die bei mir eingehen durchwegs in freundlichem Ton, selbst wenn man mal nicht einer Meinung sein sollte und man kann einfach miteinander reden, bzw. schreiben.

      Liebe Grüße,
      Sofie

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