Die Stille in mir

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Es ist fünf vor eins.
„Das ist besser als fünf vor zwölf“, witzeln meine Gedanken. Dennoch bleibt es spät. So spät, dass es bereits mitten in der Nacht ist. Heute Abend war ich auf einer Veranstaltung. Sie war toll und ich habe lieb gewonnene Menschen wiedergesehen. Nun aber wollen die vielen Dinge in meinem Kopf nicht zur Ruhe kommen. „Es ist erstaunlich wie laut der eigenen Kopf sein kann, besonders wenn die Welt um einen herum schweigt.“ Die letzten Tage war es mir wichtig vor dem Schlafen gehen alle Rollos ganz zu zu machen. Völlig finster und abgeschottet konnte ich dann einen kleinen Hauch von Geborgenheit in mir spüren. My Home was meine kleine Höhle. Nun sitze ich leicht fröstelnd in diesem geschützten Raum und schreibdenke.
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Vom Schmerz wahrer „Lügen“

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„Ein eigenartiger Schmerz durchfährt mich. Alles scheint diffus. Eine einzige Lüge, die sich wie Wahrheit anfühlt und weil sich das alles so wahr anfühlt, ist es irgendwie meine Wahrheit, obwohl es eine Lüge sein muss, denn ich war nicht dabei, aber ich kann es  heute fühlen.“

Dieser Satz aus eigener Feder hat mich heute sehr bewegt. Manchmal fühlt sich der Schmerz für uns genau so an. Der Kopf ist voll von schrecklichen Erinnerungen, die uns aus dem nichts überrollen. Die Dissoziation macht die Welt nebelig und ungreifbar. Der Schrecken von damals wird erneut Realität bis in die kleinste Faser. Gleichzeitig hofft man, dass alles nur ein schlechter Traum gewesen sein mag und klammert sich an den Strohalm, dass sich alles als unwahr herausstellen möge, weil es schier unerträglich ist.

DIS heißt zu akzeptieren, dass das Leben für einen Teil des Selbst an Stationen stattgefunden hat, an die man sich selbst nicht erinnern kann.