Switchy Sunday

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Alles ist grau. Die Welt draußen und die morgendüstre Zimmerstimmung. Im Blumenkasten glitzert eine kleine Lichterkette. Das macht den Tag nicht heller, aber zumindest hat er Lichtpunkte. Mein Mund fühlt sich etwas pelzig an. Nach dem Zähneputzen vergeht das. Gedanken an Arbeit lenken von der sonntäglichen Morgenruhe ab. Mein Rücken schmerzt. Gerade noch wollte ich einfach nur für mich schreiben. Jetzt fluten andere Aufgaben meinen Kopf und bringen mich weg, von dem Gefühl einfach nur bei mir sein zu können. Also erledige ich, was zu erledigen ist und kehre dann mit leicht schielenden Doppelbildern zu mir zurück. Mein Körper findet der Stress ist zu viel. Die unterdrückte Anspannung lies mich die letzten beiden Tage kotzen und heulen. Immerhin – mit jedem mal Erbrechen wurde der Kopf leichter und der Schmerz ging etwas zurück. Nein, das ist kein Lob für den Mechanismus Druck durch Kotzen abzubauen. Es hat sich einfach so ergeben. Heute bewegen wir uns auf einem schmalen Grad zwischen leichter Stimulation und totaler Überforderung. Der Input wird schnell zu viel. Ganz ohne ist es aber auch nichts. Deshalb füttern wir die Synapsen in einem Drahtseilakt mit möglichst positiven Reizen.
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