Muttertag und verstorbene Kinder

Der Muttertag ist ein Tag, den viele Mütter mit ihrer Familie genießen. Für diejenigen unter ihnen, die aus welchen Gründen auch immer ihr Kind verloren haben löst er oft sehr schwierige Gefühle aus. Die Trauer um den Verlust kehrt zurück. Manche müssen sogar zusehen, wie ihre Freundinnen mit den eigenen Familien feiern, während von Ihnen selbst niemand im Umfeld überhaupt weiß, dass sie je schwanger gewesen sind.

Lange konnten wir mit diesem Tag überhaupt nicht leben. Die Trauer, die Schuld und die Scham über den Tod unserer Kinder nahmen uns die Luft zum Atmen und führten dazu, dass wir schwere depressive Einbrüche erlitten haben. Irgendwann haben wir damit begonnen einen aktiven Umgang mit dem Verlust zu finden. Das macht den Schmerz nicht weg, aber ermöglicht neue Verarbeitungsspielräume.

Ein wirklich wichtiger Schritt auf dem Weg der Heilung war es für uns, über die Tatsache der Mutterschaft mit einem Menschen unseres Vertrauens zu sprechen. Es hat uns geholfen das Schweigen zu brechen und damit für unsere Wahrheit und unsere Kinder einzustehen. Wir müssen nicht mehr alleine mit dem unaussprechlichen bleiben. Zudem ist es uns wichtig uns bewusst als Mutter zu bezeichnen. Denn das sind wir, egal, ob unsere Kinder leben oder nicht! Und wir dürfen uns feiern! Dafür, dass wir bis heute trotz widrigster Umstände voller Liebe für diese kleinen Menschen sind. Dass wir sie in unserem Bauch getragen und ausgetragen haben. Wir können stolz sein, dass wir überlebt haben!

Wir wünschen euch, liebe Mamis, alles gute zum Muttertag! Wenn euere Kinder nicht mehr am Leben sind, dann lasst euch von uns ermutigen: Ihr habt ein Recht euch zu feiern und stolz auf euere Überlebensleistung zu sein! Jeder Atemzug, den ihr trotz des vernichtenden Schmerzes weiter atmet, den atmet ihr auch für euer Kind und den Umstand, dass es euere Liebe spüren kann, ihr es im Herzen tragt und ihm einen lebendigen Platz in eurem Leben gebt! Ihr seid großartig!

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