Die Unsichtbaren unter den Sichtbaren – „Fake“-Diskussionen, Aufmerksamkeitskrisen und Leidwettkämpfe als alternative zur Verschwörungstheorie

Die Reaktionen auf meinen letzten Beitrag haben mich vielfältig bewegt. Ich habe ihn in der Intention verfasst, auf Betroffene organisierter und ritualisierter Gewalt aufmerksam zu machen, die nicht in der Lage sind in ihrer persönlichen Lebenssituation in irgendeiner Form an der öffentlichen Meinungsbildung mitzuwirken und sich eine Lobby zu erkämpfen. Opfer, die nicht eigenständig in der Lage sind sich zumindest ein Stückweit vom Täterkreis zu distanzieren und irgendwann von sich aus auf Hilfsangebote zuzukommen, fallen gesellschaftlich völlig durchs Raster. Sie werden mit ihren spezifischen Bedürfnissen und dem Hilfebedarf gar nicht erst in einer Diskussion sichtbar. Sie sind die schwächsten der Schwachen und werden völlig fallen gelassen. Das ist ein Misstand, den ich so nicht tolerierbar finde und der aus meiner Sicht Aufmerksamkeit braucht! Insofern erlebe ich die Möglichkeit an einer Debatte teilzunehmen, sichtbar zu werden und seine Meinung zu äußern tatsächlich als Privileg, das mir und einigen anderen Opfern zur Verfügung steht, um etwas an unserer Situation und vielleicht auch an der Situation der „Unsichtbaren“ zu ändern. Soweit sprechen zu können, muss man nämlich in organisierten Täterkreisen erst einmal kommen. Was ich enorm schade finde, ist, dass sich ein kleines Grüppchen von anderen Betroffenen offenbar einen Zacken aus der Krone bricht, wenn man diesen Fakt benennt und als Reaktion mit Leidwettkämpfen und Glaubwürdigkeitsdiskussionen Nebenkriegsschauplätze eröffnen, die vielleicht ihrer Aufmerksamkeit dienen, aber nicht dem extrem ernsten Hintergrund. Statt in den Schulterschluss zu gehen und sich zu fragen, was wir gemeinsam öffentlich für diejenigen bewirken können, die nicht in der Lage sind sich zu helfen, versucht man sie wieder vom Brett zu stoßen, weil ihre Existenz ängstigt und das eigene Leid schmälern könnte. Ein Stück weit widert mich diese Selbstgefälligkeit und Ignoranz für die Not anderer gerade tatsächlich auch an.

In meinem Kopf befinden sich extrem schreckliche Bilder von Kindern und Frauen, die ich im Laufe meiner Geschichte in diesen Kulten mit ihrem Leid gesehen habe. Ich weiß, dass sie vermutlich niemals alleine in der Lage sein werden auch nur ansatzweise in die Nähe der Außenwelt zu kommen und alleine der Versuch tödlich enden würde. Es ist leider ein realistischer Fakt, dass sie niemals einen YouTube-Kanal haben werden oder öffentlich sprechen können. Gerade in den letzten Tagen spüre ich meine Hilflosigkeit in dieser Gesellschaft daran künftig alleine etwas zu verändern. Wir müssten alle gemeinsam – egal ob betroffen oder nicht – deutlich aktiver auf diese Strukturen zugehen und ihnen den Nährboden nehmen. In meinem Beitrag habe ich versucht wenigstens daran zu erinnern. An dieser Stelle bin ich aus verzweifelter Wut versucht zu fragen, ob sich diejenigen, die aktuell wegen des Beitrages so einen Terz um sich selbst machen, sich eigentlich nicht für ihre Empathielosigkeit schämen.

In der Rettungsmedizin gibt es einen Grundsatz, den ich für diese Thematik sehr passend finde: Wenn die Helfer zu einem Einsatzort mit vielen Verletzten kommen, dann laufen sie zunächst nicht zu dem, der am lautesten schreit. Denn der atmet und ist bei Bewusstsein. Sie lernen ihren Blick ganz explizit für die zu schulen, die nicht mehr in der Lage sind sich zu äußern und still am Boden liegen, weil das meistens diejenigen sind, die in der größten Lebensgefahr sind und am aller dringendsten Hilfe brauchen. Alle anderen sind genau so in Not, können schwerst verletzt sein, haben ebenfalls Hilfe verdient und ihr Leid ist nicht weniger schlimm, aber sie haben einen Vorteil: Sie können sich aus eigener Kraft am Leben erhalten. Wer auf den Blogs und Social Media Plattformen brüllt, wie schlecht es ihm geht und wie ungesehen er ist, der hat in Sachen Überleben bereits einige Skills von denen andere Betroffene ritueller Gewalt noch nicht einmal träumen können und vor allem noch ausreichend Energie, um sie für andere Dinge zu verwenden, als seine bloße Existenz zu sichern. In einem Beispiel ist mir das persönlich nochmals deutlich geworden. Als ich nach einem Unfall schwer verletzt in die Notaufnahme kam und nicht klar war, welche Verletzungen ich mir zugezogen habe, da hätte ich im Leben nicht daran gedacht zu bloggen. Ich war damit beschäftigt bei Bewusstsein zu bleiben. Geschrieben habe ich erst einige Zeit später wieder, als ich kreislaufstabil war und wieder die Kraft dazu hatte. Was ich sagen möchte: Es gibt die Betroffenen von ritueller und organisierter Gewalt, die (noch) nicht „kreislaufstabil“ sind und die in ständiger akuter Lebensgefahr dringend versorgt werden müssten, zu denen aber kein Notarzt kommt, weil sie ihn nicht selbst rufen können und sonst niemand hinsieht! Entsprechend wünsche ich mir eigentlich, dass wir als Community aufstehen und uns überlegen, was wir sinnvollerweise gemeinsam für diese Menschen tun können und sei es sie gesellschaftlich sichtbar zu machen!

Mir wurde die Frage gestellt, weshalb ich denn unbedingt verschiedene Gewaltsysteme in ihren Auswirkungen gegenüber stellen musste und nicht einfach nur einseitig über „mafiöse Strukturen“ schrieb. Das hätte den Eindruck erweckt, dass es um ein besser oder schlechter, bzw. schlimm und weniger schlimm ginge. Die Antwort: Weil die Realität diese völlig unterschiedlichen Organisationsstrukturen und Täterkreise sprachlich mit „ritueller Gewalt“ in einen Topf wirft und ich es wichtig finde, dass man auch differenziert in einem Atemzug darüber sprechen darf und nunmal vorhandene Unterschiede benennt. Ich sehe es außerdem eigentlich auch als Entlastung einräumen zu können, dass es gravierende Differenzen unter den Erfahrungswelten der Betroffenen gibt und unterschiedliche Schilderungen und Aktionsmöglichkeiten deshalb eben nicht direkt immer gleich bedeuten, dass das was sie sagen nicht stimmen kann. Im Grunde entkräftet das aus meiner Perspektive ein Stück weit diese wirklich lästigen und kräftezehrenden „Fake“-Diskussionen. Wir müssen uns nunmal alle miteinander arrangieren. Mir gefällt manchmal vielleicht nicht was andere sagen oder tun, weil es meiner Lebensrealität so gar nicht entspricht und für manches fehlt mir auch das Verständnis, aber ich kann es respektieren. Umgekehrt wünsche ich mir diesen Respekt aber genau so! Das Motto „Es darf keine anderen Opfer neben mir geben“ mag zwar die Auseinandersetzung mit tiefliegenden eigenen Verletzungen effektiv verhindern, nützt aber insofern nicht, als dass wir eben miteinander auskommen müssen und das bedeutet auch, dass wir unterschiedlich sind und unterschiedliche Erfahrungshorizonte haben. Es gibt unterschiedliche Tätertypen und Gruppenausrichtungen mit unterschiedlichem Tatverhalten. Es gibt gefährliche, gefährlichere und hoch gefährliche Täter und je nachdem womit ich es zu tun habe, werden sich daraus entsprechende Konsequenzen für das persönliche Leben einstellen. Dabei bleibe ich, weil es aus meiner Sicht dumm wäre das zu leugnen. Deswegen ist die eigene Erfahrung egal mit welchem Täter- oder Organisationstyp nicht weniger schlimm oder mit weniger Gefährdungspotenzial behaftet! Wir wissen alle, dass man auch von häuslicher Gewalt so schlimm betroffen sein kann, dass einem der Ehemann ganz ohne Täterkreis das Leben kostet. Kleinere Ortsgruppen müssen nicht weniger tödlich enden, als große organisierte Netzwerke. Dennoch sind die Probleme mit denen man im Ausstieg konfrontiert ist verschieden. Was sollen also diese Nonsensdiskussionen? Tatsächlich merke ich, dass mit einem Teil der mir entgegengebrachten Haltung innerlich eine absolute Grenze erreicht ist. Das gilt insbesondere für den übergriffigen Anspruch, dass ich meine Meinung zwingend ändern oder meine Worte entsprechend der Auslöser und Befindlichkeiten gewisser Personen wählen müsste. Ich schreibe niemandem vor, was er postet oder denkt und nehme mir das recht auch für mich so heraus.

Wo man früher einfach einmal laut Verschwörung in den Raum gerufen hat, um die unliebsamen Gegner auszuschalten, so kultiviert sich unter Betroffenen zum Teil inzwischen eine Kommunikationskultur, die als Bandagen „Fake“-Vorwürfe, Leidwettkämpfe und die Unterstellung von Täterverhalten trägt. Sobald es weh tut, brät man dem anderen damit hoffentlich möglichst effektiv eine der Optionen über. Aus der eigenen Verletzung heraus scheint es teils völlig unmöglich, andere Meinungen und Eindrücke neben sich gleichberechtigt gelten zu lassen. Man darf nur Schlechtes sehen und anscheinend nicht bei allem schlimmen auch gute Elemente im eigenen empfinden haben, weil dann das Schlimme der anderen auch nicht mehr schlimm sein kann, weil sie nicht diejenigen sind, denen es am aller schlimmsten geht. Man will den ganzen Kuchen der Wahrheit für sich. Nicht nur seinen Anteil. Worte werden ohne den verwendeten Zusammenhang zu sehen auf die Goldwaage gelegt und mit Zensuren belegt. Man hätte „privilegiert“ nicht verwenden dürfen. Man hätte den Begriff „Mafia“ nicht verwenden müssen. Hauptsache man definiert sich die eigene Verletzung vom Leib und findet einen Auslöser im Gegenüber. Wenn ich meine Meinung nicht ändere, dann bin ich eben nicht emphatisch, praktiziere Gaslighting und imitiere Täterverhalten. Übrigens auch so ein Schachmattvorwurf für jede sachliche und sinnvolle Diskussion. Wer nicht passt, muss ganz bestimmt täternah denken. Was auch sonst!? Auf jeden Fall darf es nichts sein, womit es wert wäre sich auseinanderzusetzen auch wenn es schmerzt. In der Therapie kann ich dann auch noch nicht so weit sein, denn man selbst ist natürlich nicht getriggert und schon viel weiter. Man liest, was man lesen will, statt das was jemand sagen wollte, macht denjenigen aber für die eigenen Interpretationen verantwortlich. Das Problem daran ist, dass damit jede sinnvolle Auseinandersetzung zu den wichtigen Kernthemen – wie beispielsweise im Vorgängerbeitrag – effektiv boykottiert wird und wieder die Täter gewinnen. Das kann man natürlich so machen. Im Endeffekt schadet es allerdings allen Betroffenen. Es wäre schön, wenn unterschiedliche Meinungen endlich gleichberechtigt nebeneinander stehen dürften!

Ich möchte meine Meinung nicht ändern, weil ich sie immer noch für richtig und einen Teil der Wahrheit halte und in dem Fall auch weiterhin dahinter stehe. Ich wiederhole sie an der Stelle gerne nochmals: Es gibt Menschen die aktuell in einer noch deutlich beschisseneren Situation stecken als diejenigen, die bereits öffentlich sichtbar werden – inklusive mir. Wir leiden nicht mehr oder weniger, aber anders. Lasst uns in den Schulterschluss gehen und sehen, was wir auch für die „Unsichtbaren“ gemeinsam tun können und unsere Stimme nutzen, statt uns in sinnlosen Diskussionen und Leidwettkämpfen zu verfransen!

25 Kommentare zu “Die Unsichtbaren unter den Sichtbaren – „Fake“-Diskussionen, Aufmerksamkeitskrisen und Leidwettkämpfe als alternative zur Verschwörungstheorie

  1. Natürlich gibt es auch die, die gar nie in der Alltagswelt auftauchen… Das zu benennen ist richtig und wichtig. Gleichzeitig merke ich bei mir ziemliche Hoffnungslosigkeit. Nichtmal denen, die ganz aktiv sagen können, was sie brauchen, wird geholfen. Selbst bei sehr eindeutigen Fällen mit Zeugen und Indizien wird kaum verurteilt, weil Verfahren an veralteten Glaubwürdigkeitsgutachten festgemacht werden. Ich begegne quasi nie Helfern, die organisierte Gewalt kennen, sondern muss immer von vorne erklären. Wenn die wenigsten überhaupt Therapeuten/ Helfer finden und Ausstiege oft Jahre dauern oder gar nicht richtig klappen, dann habe ich nicht das Gefühl, dass man da überhaupt schon Land sieht… Ich glaube, die Sichtbarkeit von Opfern ist relativ egal. Zwangsprostitution innerhalb legaler Prostitution ist komplett bekannt, aber es gibt keinen politischen Willen, effektiv dagegen vorzugehen. Kinderprostitution ist über KiPo ebenfalls bekannt, und in NRW werden einige Netzwerke aufgedeckt. Nicht, weil irgendein Opfer sichtbar wurde oder weil der Betroffenenrat seit Jahren darauf hinweist oder… sondern bloß, weil der Innenminister Videos gesehen und danach Missbrauchsbekämpfung zu seinem persönlichen Thema gemacht hat. Das Wissen ist da. Aber die Handlungen fehlen, und das bereits im Hellfeld. Das Dunkelfeld zu benennen, ja, aber denen zu helfen – ich denke, bereits Betroffenen die sich äußern können und selbst nach Hilfe fragen wird nicht aktiv geholfen, obwohl es da ja viel einfacher wäre. Es gibt bereits einige Journalisten, die über ORG geschrieben haben. Das Wissen, die „Sichtbarkeit“ ist da. Wenn die Menschen mit Ressourcen, etwas zu tun, die Augen zumachen oder wegsehen, hilft das nicht… Und ich finde es nicht die Aufgabe von Betroffenen, aufzuklären. Ich finde es mutig und gut, aber einfach nicht die Verantwortung von Betroffenen/ Überlebenden. Langsam bewegt sich etwas im Bereich Missbrauchsprävention. Dafür hält die Aussagepsychologie auch in Familiengerichten Einzug und es ist nichtmal üblich, Kinder alleine anzuhören. Ich würde mir wünschen, es würde aktiv geholfen werden. Aber ich sehe nicht, dass das passiert… und ehrlich gesagt haben ein echtes Interesse daran ja nur die Betroffenen und ihr empathisches Nahfeld (so es eines gibt). Sonst hätten Kinder und Gewaltopfer längst eine Lobby, wie es sie für andere Themen schließlich gibt…
    Diese Ohnmacht in allem verschärft das Klima vielleicht auch. Dass vielleicht auch spürbar ist, dass man als Betroffene nunmal die Gruppe mit stärkstem Interesse, dass die Gewalt aufhört, ist – während man nicht die Gruppe mit den Ressourcen dafür ist und ja alle Betroffene von ORG ein schreckliches Schicksal in einer Gesellschaft haben, in der man auch sehr gut / gewaltfrei leben könnte. Daher ist der Begriff Privileg in diesem Zusammenhang vielleicht immer irgendwie irritierend, auch wenn ich nachvollziehen kann, was Du damit sagen wolltest…
    Naja, nur ein paar Gedanken dazu… liebe Grüße =)

    • Man muss nicht in einem Kellerloch hinter Gittern sitzen, um von der Außenwelt komplett abgeschnitten zu sein. Das wollte ich hier nur nochmal ergänzen, um klar zu machen, dass ich nicht nur davon rede.

      Das geht uns alle an und es ist unser aller Aufgabe als Gesellschaft dagegen etwas zu tun und sei es einfach daran zu denken, wenn mehr persönlich nicht geht. Immer zu sagen, das kann nicht meine Aufgabe sein, führt genau zu der Situation, die wir aktuell haben. Es tut nämlich niemand etwas.

      Ja, es geht uns allen schlecht und es gibt noch so viele Missstände, die Verändert werden müssen. Bezweifelt niemand. An der benannten Stelle ändert sich aber noch gar nichts, weil da gar nicht erst jemand hin sieht.

      Ja, in der Tat ist da viel Ohnmacht und ich merke, dass das auch das ist, was mich gerade an diesem Thema tief bewegt. Ich wünschte wir könnten mehr tun.

  2. Hey ihr Lieben, erst einmal: Ich bin richtig begeistert von eurem Statement hier!! Ich kann dieses künstliche Aufregen wegen eigenem Fehlinterpretieren nicht mehr hören. Als gebe es nicht schon genug schlechte Energie, muss man noch extra eine raushauen, die völlig sinnlos ist. Klar könnte man jetzt sagen: „Du steckst doch nicht in ihrer Haut und evtl sind sie getriggert, blabla“ aber ganz ehrlich? Einkge die hier sonst so extrem reflektiert schreiben und reden und dann aber angeblich sl tief getriggert und verletzt sind von einem Beitrag wie deinem letzten? Wo ich nicht einmal mit Anstrengung und Übertreibung Vorwürfe, Diskreditierung. O.ä. deinerseits herauslesen kann.. ist mir schleierhaft und wirkt für mich dann eher wie die Angst davor, nicht mehr gesehen zu werden, weil man sich einbildet das eigene Leid wäre nicht schlimm genug (was du ja aber mit keinem Wort erwähnt hast)… ich kanns nicht verstehen und es nervt einfach nur noch, dass so gutr Beiträge durch sowas dann gecrasht werden und es nicht mehr um den Sinn dahinter geht, der aber wahnsinnug wichtig und richtig ost!!!!!!!! Wenn wir am PC sind schreiben wir euch als Kommentar dazu mal etwas genauer was dazu…. beim Tippen sind unsefe Gedanken leider schneller als meine Finger 😅

  3. kay, jetzt nochmal am PC, da ist es einfacher. Nicht wundern, meine Gedanken sind oft wirr, wenn Sprünge drinnen sind, denen ihr nicht mehr folgen könnt, dann tut es mir schomal im Vornerein leid, ich bin alles andere als gut im Sortieren.

    Als aller erstes: Ich schreibe auch Blog, mach mein Maul auf und zeige mein Gesicht (ode rhabe es zumindest mer oder weniger öffentlich) im Internet. Ich (und ich bin mir siche rauch kein anderer von uns) habe mich in irgendeiner Weise angegriffen gefühlt oder geschweige denn ne Sekunde den Gedanken gehabt, unser Leid wäre weniger schlimm als von Anderen.

    Was ich zum Beitrag schreiben will (nicht zu dieser „Diskussion“ die ich gar nicht erst pushen will)… wir haben ja einen sehr, sehr guten Freund, der wie ein Bruder von mir ist. Wir haben manchmal von ihm geschrieben (J.). Sein Vater ist der.. ich nenn ihn mal „Rudelführer“ (will hier nicht die offiziellen Begriffe nennen)… von „Rudel A“. Meine Eltern gehören nicht zu dem Rudel, also habe ich das Glpck, es einfachER zu haben als J. da rauszukommen, aber mit Sicherheit nicht einfach. Jedenfalls könnte er NIEMALS sowas machen: Blog schreiben. Videos aufnehmen… geschweige denn in Therapie gehen. Er ist in einer Therapie bei einer PSychologin die selbst aus dem Rudel ist und checkt es nicht einmal ………….. und ihr wollt nicht wissen wie oft wir mega geheult haben deshalb weil wir ihn, wenn wir mit dem Ausstieg mal so richtig Köppe machen, 100% verlieren werden, er aber dann auch verloren ist, weil er genau so jemand ist von dem ihr geschrieben habt… ungesehen und verloren und total unsichtbar… niemals wird er entdeckt werden (allein schon weil er ja schon erwachsen ist)… und er wir für immer da drinnen stecken bleiben.

    Und deshalb gebe ich euch sowas von Recht: Wir SIND priviligierte Opfer!!! Wir haben das Glück,. diese Möglichkeit und wir sind VERDAMMT stolz drauf und dankbar dafür. ich weiß gar nicht, wieso man deshalb sich angegriffen fühlt, das ist mir SO UNLOGISCH! Im gegenteil!!! Seid doch froh, soe ein Vorbild und Vorkämpfer für genau die zu sein, die es NIEMALS sein können! Und gerade deshalb macht mich glaube ich auch die Diskussion so wütend. Weil es da eigentlich nichts zu diskutieren gibt. Es ist FAKT! Das heißt ja nicht, dass man deshalb nicht einsteckt. JA wir „priviligierten Opfer“ (und ich empfinde es echt null als Beleidigung, sondern irgendwie fühlt sich das gar nicht so schlecht an, mich so zu nennen), oder eher priviligierte Betroffene… haben die Möglichkeit was zu bewegen für genau diese Menschen die es nicht können. Sowas sollte sich doch toll anfühlen?
    Und ähm ja, klar gehen dann dafür Bestrafungen innerlich ab… will ich hier gar kein Thema aufmachen, weil das jeder Betroffene selber kennt.

    Ich weiß noch wie ich vor … ich glaub 2019 mal mitten in der Arbeit aufgestanden bin weil ich seit Tagen so ein Druck hatte, mich *** zu müssen… da hatten wir auch nen Eintrag darüber geschrieben… nur dankeiner erfahrenen Thera habe ich verstanden, dass es ein Programm ist, und ich nicht sterben WILL, sondern es wirklich wie unter Zwang geschah und das war eins der erschreckendsten Sachen die ich erlebt habe, wo „ich“, als ich auf dem Weg zur Brücke war, voller Gewalt meinen Kopf gegen ein Gerüst geknallt habe, in der Hoffnung Ohnmächtig zu werden und zu vergessen und mich davon abzuhalten umzubringen. Das sind Qualen und Schocks und Ängste und Verzweiflung aber dafür bin ich FREI darüber zu berichten, zu verstehen und es aufzuklären. J. wird es niemals können. Er wird NIE erzählen können, wie seine Mutter ihn bei seinem Vater zurückgelassen hat und nur seinen jüngeren Bruder mitgenommen hat als er noch ein Kind war, er wird NIE erzählen können, dass ihm heiße Ketten um die Beine udn Arme geschnallt wurden, wenn er im Streit mal geschrien hat: „Ich werde wie Mama abhauen und dich verlassen“ Er wird NIE erzählen können, wie die Mutter, als sie das alllerletzte Mal da war um S. abzuholen in dieser Gemeinschaftsküche zu seinem Vater geschrien hat: „Ich werde die Polizei rufen und dafür sorgen, dass das hier ein Ende hat“ und der W* nur dreckig darüber in ihr Gesihct gelacht hat.
    Da sind so viele Geschichten die ich mit ihm zusammen miterlebt habe denen nur ICh eine Stimme verleihen kann weil ich wirklich das PIVILEG habe, darüber zu berichten. Er wird das nie können. NIE und das tut mir richtig weh. nicht nur, dass er wirklich verloren ist und ich keinen Weg sehe, dass sich das ändern wird jemals.

    Ich kenn ja seinen Vater und der ist ein richtig unberechnbar psychopathischer Narzisst. Der findet immer die richtigen Worte, Ausreden und Alibis um alles von sich abzulenken und ein bisschen hat er was von Charles Manson oder wie der auch hieß: Hunderte von Menschenleben auf dem gewissen (hauptsächlich im übertragenen Sinn, obwoh meine Freundin S. sich meiner Meinung nach durch seine Schuld ihr Leben genommen hat) aber macht sich seine Hände nie dreckig. ich hasse diesen menschen aus tiefster Seele und hasse es, dass ein Mensch der mir wichtig ist wie ein Bruder in seinen Fängen ist, weil man sich so machtlos dadurch fühlt. Das einzige was mir ein bisschen das Gefühl von Macht vermittelt, ist wirklich schreiben zu können ohne Angst zu haben, deshalb körperlich bestraft zu werden. Ich weiß nicht wie lange ihr uns lest oder ob ihr uns lest, aber vor zwei Jahren hatten wir ja noch SO verdammt viele Übergriffe mit Amnesien, dass ich es seltsam fand mal zu erkennen, dass ne Hautfarbe … also was Hautfarbe bedeutet udn Hautfarbe nicht „bunt“ bedeutet, weil wir IMMER Hämathome hatten. Unser Körper war jahrelang NIE heil. Erst seit ca. einem Jahr haben diese regelmäßigen Übergriffe nachgelassen… Und dafür hat sich für mich alles gelohnt. Psychisch ist der Druck zwar noch da und schlimmer als die körperlichen Sachen (vermutlich aber auch weil ich sie dissoziiert habe bzw. für die Taten Amnesien habe), finde ich die psychische Manipulation die an mir ausgeübt wird… Tiere die mir am Herzen liegen umgebracht werden, um mich zurückzuholen… Lügen die verbreitet werden, um mich an meinem verstand zweifeln zu lassen, etc. pp…

    Aber solange ich hier meine Freiheit habe zu reden und zu berichten, scheißegal wer es mir glaubt oder nicht – einfach nur zu wissen die Freiheit zu haben darüber wenigstens schreiben zu können udn eine Therapeutin, die alle Beweismittel in einer Kanzlei hinterlegt (telefonate in denen mir mit Rekrutierung und … „letzten Instanzen“ gedorht wird etc.) solange ich weiß, dass DAS die Art von Freiheit ist die ich habe, die J. und viele andere dort niemals haben werden… bin ich mehr als dankbar dafür, egal wie viel Scheiße ich dafür durchmachen musste oder vielleicht noch machen muss.

    Das klingt jetzt alles mega blumig und bla. Ihc hab natürlich immer noch Ängste. Ängste, dass ich dadurch Beziehungen verlieren werde, weil ich tief im Gefühl habe, dass der „wirklich große Schlag“ noch kommt, ohne es genau greifen zu können. Aber zumindest weiß ich, dass ich immer, immer, immer die Möglichkeit haben werde, mich in ein Internet einzuloggen, WordPress aufzurufen, mich anzumelden und entweder auszuheulen, rumzustänkern oder einfach auch schöne Sachen zu berichten…

    Ich wünschte mir so sehr von tiefstem Herzen dass J das auch könnte… dass ich IRGENDWAs, auch nur das klitzekleinste Loch finden würde, wo er die Möglichkeit auch haben könnte… aber ja… keine hnung… das lag mir am Herzen das mal zu schreiben… weil als ich euren Beitrag vor paar Tagen darüber gelesen habe war ich echt imemr so kurz am Heulen weil ich wirklich fast ständig J. und S (meine Freundin die sich suizidiert hat) denken musste…. und genau sie sind diese unsichtbaren Opfer die in der Gesellsschaft niemals ein gesicht haben werden… udn ich finde das so unfair… keiner kämpft für sie. WIR sollen kämpfen. WIR sollen unsere Glaubwürdigkeit beweisen (also an alle betroffene gerichtet), aber es gibt NIEMANDEN, der kommt und auch mal VOR uns steht, anstatt nur neben uns. Ja, schön und gut. Klar ist das auch hilfreich. Aber durch das NEBEN mir stehen und HINTER mir stehen, konnte S. zb auch nicht gerettet werden………….

  4. Zitat:

    „Was ich enorm schade finde, ist, dass sich ein kleines Grüppchen von anderen Betroffenen offenbar einen Zacken aus der Krone bricht, wenn man diesen Fakt benennt und als Reaktion mit Leidwettkämpfen und Glaubwürdigkeitsdiskussionen Nebenkriegsschauplätze eröffnen, die vielleicht ihrer Aufmerksamkeit dienen, aber nicht dem extrem ernsten Hintergrund. Statt in den Schulterschluss zu gehen und sich zu fragen, was wir gemeinsam öffentlich für diejenigen bewirken können, die nicht in der Lage sind sich zu helfen, versucht man sie wieder vom Brett zu stoßen, weil ihre Existenz ängstigt und das eigene Leid schmälern könnte. “

    “ Es wäre schön, wenn unterschiedliche Meinungen endlich gleichberechtigt nebeneinander stehen dürften!“

    Danke, Danke, Danke!
    Bloggen & Youtuben ist sicherlich nicht einfach und auch nicht sicher, ABER jeder Blogger und Youtuber hat eine Wahl und das wird leider ganz schnell vergessen.
    Vielleicht ist es manchmal die Wahl zwischen Pest und Cholera, aber man entscheidet sich für oder gegen einen Beitrag. Für (mögliche) Konsequenzen, dafür (so grausam wie es ist) eine Gefahr einzugehen.
    Wir würden uns das in dieser Form nicht trauen und Ja!, wir sind Dankbar für jeden von euch. Trotzdem sehen wir hier auch eine gewisse Entscheidungsgewalt, die manche niemals haben werden. Die niemals an den Punkt kommen, um überhaupt zu entscheiden was sie riskieren, welche Konsequenzen sie aushalten usw.

    Wir sind traurig, wütend und verwirrt.
    Ganz schnell verkommen Aufklärungsblogs zu toxischen Bubblen.

    Danke für deinen Beitrag, der niemanden ausschließt, sondern versucht ALLE mit einzuschließen.

    • Wenn du wüsstest…. ich wünschte, jeder würde mit einbeziehen, dass alles mehr Ebenen hat, als nur die eine. Du hast ja die Wahl gehabt also komm damit klar, was das für Resonanzen hat (selbst schuld) ist ebenso toxisch wie auch oberflächlich gedacht.

      • Ihr lest, was ihr lesen wollt.
        Und ihr macht aus den Texten anderer etwas völlig anderes.
        Das ist Schade!

        Und toxisch ist es, wenn ihr Gedanken aus den „Ach so schlimmen Texten“ plötzlich für euren eigenen Blog benutzt. Als eure Ideen Auffassungen und Gefühlen, die ihr vorher aber wunderbar bei anderen verdreht habt.

        Sofie hat es so wunderbar in Worte gefasst:
        “ Es wäre schön, wenn unterschiedliche Meinungen endlich gleichberechtigt nebeneinander stehen dürften!“
        , dem schließen wir uns an. Wir Teilen eure Sichtweise ganz und gar nicht, aber wir können (versuchen) sie aus(zu)halten.

        Niemanden wird Leid abgesprochen, der Blick liegt NUR gerade mal auf jemand anderen. Ist es so unerträglich, mal für einen Moment in eine andere Richtung zu blicken?
        Können wir nicht sagen: Hier bin ich und schaut, da sind weitere?

        Ihr werdet (oder besser, manche von euch) werdet gesehen, ihr werdet gelesen, ihr werdet gehört, ihr werdet gefühlt.
        Youtube, Blog, Mann, Freunde, Therapie = ihr wisst, ihr existiert.
        Für uns war die reine Existenz so lange so unklar und für viele ist sie das nach wie vor.
        Es gibt so viele Geister und vielleicht sind wir oder ihr oder X das immer noch, aber wenn, dann sind wir Geister mit einem kleinen Glöckchen und das macht eben doch einen Unterschied.
        Dieser Unterschied ist nicht einfacher, nicht besser, nicht vorteilhafter, er ist einfach nur ein Unterschied, ohne Wertung.

        Es tut mir leid, aber eure Texte tun uns im Moment nicht gut.
        Wir verstehen Sofie ihre Beiträge so unterschiedlich und wir haben für toxische Diskussionen keine Kapazitäten. Das wird eine never ending story, weil so viel Missverstehen existiert, so viele Vorwürfe.
        Natürlich verbieten wir niemandem auf unsere Kommentare zu antworten, aber wir werden keine weiteren Ressourcen verschwenden.

        Manchmal ist das Internet doch wieder Neuland für uns und dann stößt man auf Beiträge, die uns ängstigen es zu erkunden.

        Wir wünschen euch ein schönes Wochenende, nichts liegt uns ferner, als Streit anzufangen.

    • Hallo ihr Lieben,
      nochmals vielen herzlichen Dank für euere Worte! Sie haben uns schon unter dem letzten Beitrag viel bedeutet.

      Wir hoffen, dass sich die Aufwühlung wieder etwas legen konnte!?

      Ganz liebe Grüße und viel Kraft! 😊

      • ☺️Oh, lieben Dank der Nachfrage, wir haben uns nun selbst erstmal eine Internetfreie Zeit auferlegt.
        Aber als stille Mitleser_innen werden wir immer mal wieder vorbei kommen.
        Wir mögen eure langen, durchdachten Beiträge und freuen uns auf weitere kommende.
        🌺Wir wünschen euch ein wunderbares Wochenende 🌺
        Danke

      • Ihr Lieben, ich kann euch von unserer Seite garantieren, dass ihr hier keinen Kommentar dergleichen von betreffender Person mehr lesen werdet! Zu dem Thema ist alles gesagt und alles weitere ist niemals enden wollende Toxizität, von der wir nicht wollen, dass sie in der Form auch noch auf unsere Leser_innen überschwappt. Entsprechend werden wir sie auch nicht mehr freischalten. Es hat ohnehin viele hier schon genug durchgerüttelt. Wir wollen auf unserem Blog eine friedliche und freundliche Bubble bleiben, in der man sich wohlfühlen kann. Egal ob man einer Meinung ist oder nicht. Einfach nur willkommen sein und sich gegenseitig respektieren. Dazu gehört auch Dinge nicht einfach unreflektiert zu verdrehen oder ganze Diskussionsverläufe zu verändern – denn das kennen wir als Betroffene ja wohl alle schon von anderer Seite. Entsprechend haben wir nach dem letzten Kommentar beschlossen, dass dies auch der letzte zu diesem Thema war. Vielleicht kann euch das zumindest etwas Sicherheit geben eure Erkundung fortzusetzen. Ihr habt eine Meinung und die ist hier willkommen und gut, wie sie ist. Das hat nichts mit Streit anfangen zu tun.

        Hier wird es ab sofort auf jeden Fall wieder neu und friedlich weiter gehen. 😊

        Wir wünschen euch ebenfalls ein wunderbares Wochenende und würden uns tatsächlich sehr freuen, wenn ihr hier weiter mitlesen mögt und uns von Zeit zu Zeit auch schreiben!

        Ganz herzlichen Dank von uns für eure Worte!

        Ganz liebe Grüße,
        Sofie

  5. Man dankt ebenfalls für eure Zeilen und findet es noch immer verwirrend und sehr schade, welch Welle durch eure Zeilen entstanden ist.
    Zeilen, die eigentlich die Vielfalt des Sichtbaren und des Unsichtbaren zeigen wollten…
    Ja, es gibt zusammengesetzte Buchstaben, die ein hohes Triggerpotential beinhalten, weil sie negativ/anderweitig besetzt sind.
    Es liegt dennoch in der Verantwortung des Lesers, dies zu berücksichtigen, nicht in eurer.
    Und ja es wäre schön, wenn Meinungen, Ansichten u. Ä. nebeneinander stehen könnten.
    Jeder, der Viele ist, kennt sicherlich diese Situation von sich selbst, dass mehrere Ansichten nebeneinander existent sind.
    Vielleicht gelingt es denen, die von einzelnen zusammengesetzten Buchstaben getriggert sind, statt sofort zu antworten oder zu rebloggen, sich aus der Situation heraus zu nehmen und später zu antworten…
    Wäre schön, damit wichtige Inhalte der Thematik nicht durch solche Situationen untergehen.
    Viele liebe Grüsse und viel Kraft fürs innerliche Sammeln

  6. Vielen Dank für diesen und auch den ersten Beitrag. Wir denken, wir haben ihn so verstanden ,wie von euch gemeint.
    💚

  7. Euer Beitrag wieder Top. Danke dafür. Diesen Satz, dass der gewinnt, der am lautesten schreit, haben wir gestern so gedacht und fanden es sehr ungerecht denen gegenüber, die eben nicht schreien können. Heute lesen wir hier, und ihr bringt diesen tollen Vergleich mit dem Rettungsdienst 👍👍👍. Mega!

    Eigentlich wollten wir nicht kommentieren um uns aus jenen Diskussionen raus zu halten, denn wir verstehen beide Seiten und möchten keine uns für keine stellen. Aber grad weil wir beide aus ihrer Sicht verstehen versuchen wir es mit Abstand betrachtend „zu vermitteln“.

    Manche Menschen sind durch gewisse Worte so angetriggert, dass sie aus dem windows of Toleranz raus fliegen. Dann verabschiedet sich der Kortex nun mal und man kann den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen.

    Manche Menschen sagten mal, jeder ist für seine eigenen Triggert verantwortlich, denn ein außen stehender Mensch, kann jene Trigger ja nicht kennen, also muss jeder auf sich selbst aufpassen.
    Sollte man also wirklich andere Personen in gewisser Weise ankreiden, weil sie ein Trigger Wort benutzen?
    Ich finde man sollte versuchen zu reflektieren in dem man bei sich selbst zu erst schaut und niemanden anklagen.
    Natürlich ist es schlimm, dass man extreme Dinge erleben musste und jene Trigger existieren, aber daran sind die Täter schuld und nicht Personen, die die Worte aus ihren normalen Sprachgebrauch nutzen.
    Diese Personen sind momentan wirklich extrem angetriggert und lesen und hören Dinge heraus, die gar nicht so gesagt wurden.
    Natürlich leiden sie darunter und das nicht zu wenig. Vielleicht ist es ihnen auch gar nicht möglich anders zu reagieren?

    Wir mögen diese Diskussion jedenfalls nicht und würden uns sehr wünschen, wenn jeder an die psychologischen Wirkweisen denkt und die Sache mit Liebe und Frieden bedeckt. Jeder für sich seine Wunden leckt und man wieder weiter bloggen kann wie bisher. Jeder seine Sicht haben darf, jeder schreiben kann was er fühlt, denkt und erlebt, und wir alle so gemeinsam weiter wachsen können und uns gegenseitig unterstützen.

    Und sollte ich etwas falsches gesagt haben und damit jemand verletzt haben, so sage ich im Vorfeld: Entschuldigung, das ist nicht mein Ziel gewesen, sondern einfach nur Frieden und Verständnis auszulösen.

  8. „Egal ob man einer Meinung ist oder nicht. Einfach nur willkommen sein und sich gegenseitig respektieren. Dazu gehört auch Dinge nicht einfach unreflektiert zu verdrehen oder ganze Diskussionsverläufe zu verändern – denn das kennen wir als Betroffene ja wohl alle schon von anderer Seite.“
    Ja, von ganzem Herzen, ja.
    Man findet es sehr schade, dass euer Anliegen des letzten Posts so…irgendwie untergegangen…ist.
    Ja,jeder von den Vielen hat unterschiedliche Trigger, findet unterschiedliches Triggerpotential in zusammengesetzten Buchstaben.
    Nur jeder für sich selbst kennt diese, oder lernt sie dadurch kennen.
    Und jeder reagiert anders, anders lang…
    Es hat sehr verwirrt, welch Wellen solch Triggerpotential geschlagen hat, welch Beben entstanden sind.
    Man empfindet es als schade, dass es so ist.
    Denn das, was ihr eigentlich ausdrücken wolltet, wofür ihr sensibilisieren wolltet – nämlich, dass es es die Unsichtbaren gibt, die es (noch) nicht oder niemals schaffen werden, Buchstaben zusammen zu bekommen, um ihrem Erleben Ausdruck zu verleihen, um ein noch umfassenderes Bild zu erhalten, was Menschen angetan wird.
    Jeder, der heute schon (oder hoffentlich irgendwann) sein Erleben teilt, hat als Unsichtbarer begonnen.
    Jeder von denen, die bloggen, yten, veröffentlichen in jeglicher Form, war vorher unsichtbar.
    Nicht allen ist es möglich, vielen wird es wahrscheinlich nie möglich sein – dafür die Sicht zu stärken, dass jeder von den Vielen, der solche Strukturen kennt, ist ein Puzzle für sich.
    Doch erst die Gesamtheit aller Puzzles ergibt ein Gesamtbild der Grausamkeit.
    Man ist dankbar für alle, die sich aus der Unsichtbarkeit herauskämpfen konnten, um ihre Geschichte, ihr Erleben und die Konsequenzen, welche solche Strukturen haben, öffentlich zugänglich machen und damit Aufklärung leisten.
    Man hat in eurem Blog schon so viel Mut für den eigenen Weg finden können, so viel Erkennen „oh, es gibt noch andere, die… Ist man also doch nicht verrückt?“
    ❤️
    Danke dafür

      • Irgendwie futtert das die Technik….

        Zweimal lang geantwortet, zweimal nicht abschicken können.

        Man findet es sehr schade, dass durch diese Beben euer ursprüngliches Anliegen untergegangen ist.

        Ja, es gibt zusammengesetzte Buchstaben, die beim Gegenüber Triggerpotential haben.
        Es ist schade, dass dadurch solch hohe Wellen schlagen.

        Man hat bei euch schon so viel gelesen, so oft Geschriebenes entdecken können, was einem Mut und Kraft gespendet hat, wo so viel „Oh, also ist man doch nicht verrückt?“ entstehen durfte.

        Jeder, der jetzt sichtbar ist, war einstmals unsichtbar.
        Diejenigen, die jetzt sichtbar sind, können so viel bewirken, so viel Aufklärung leisten – zumindest für diejenigen, die dazu sich Zugang erkämpfen können/konnten.

        Danke für all eure Posts, sie haben – zumindest hier – schon viel helfen können.

        Liebe Grüsse

      • Ihr Lieben,
        weshalb auch immer sind zwei euerer Kommentare bei uns im Spamordner gelandet. Wir haben sie gerade freigeschaltet. Die Verzögerung tut uns leid und war nicht beabsichtigt.

        Vielen herzlichen Dank nochmals für eure Worte!

        Liebe Grüße,
        Sofie

  9. Von hinterhältigen, manipulativen Menschen sollte man sich nicht beirren lassen. Das ist nicht der erste Blog, der in ihr Visier geraten ist und wird vermutlich auch nicht der letzte sein. Nach schier endlosen, völlig abgedrehten Texten auf ihrem Blog, kommt eventuell ein YT-Video, auf dem sie sich auch nochmal auskotzt – natürlich total „reflektiert“. 😉 Sie kreist immer nur um sich selbst, ihre Meinung, ihr Leid, ihre Befindlichkeiten. Einfach ignorieren ist da wirklich die beste Lösung.

    • Stimmt, ich habe damals das Drama um Meeresvertrauen verfolgt.
      Wo zufällig die ganze Clique wieder zeitgleich empört war, aber natürlich nur ganz „Sachlich, Aufklärend und getriggert“ agiert hat.

      Da ihr euch nicht Mundtot machen lassen habt, seid ihr natürlich nun die, die sie Mundtot machen wolltet & als böse darstellt, die unsachlich und uneinsichtig sind.

      Nichts davon liest man allerdings in euren Beiträgen.
      Es sind einfach 2 verschiedene Sichtweisen, die sich in manchen Punkten überschneiden und in manchen nicht.

      Das das Wort Privileg triggert ist natürlich Sch*, gibt ihnen aber nicht das Recht für die Deutungshoheit.
      Und nein, ein Privileg ist NICHT immer angeboren, ich wünschte, sie hätten 5 Minuten für die Definition an Google verschwendet.
      Ja, heute definiert man es durchaus oft so, aber es ist niemals so in Steingemeiselt.

      Der RadFem Vorwurf an euch ist so lächerlich, das lohnt sich nicht mal zu kommentieren. (Meine Meinung als selbst Queer Betroffener)

      Lange Rede, kurzer Sinn: Kopf hoch, Krone richten und Danke für eure Beiträge.

      • Herzlichen Dank für deine Rückmeldung! Sie erleichtert mich insofern, als dass sie mir zeigt, dass offenbar mir völlig fremde Menschen meine Wahrnehmung ganz unabhängig von mir teilen und ähnliche Beobachtungen gemacht haben. Ich hoffe natürlich sehr, dass du auch in Zukunft gerne weiter mitlesen magst. 😊

        Es werden diesmal wohl in der Tat unterschiedliche Ansichten nebeneinander stehen bleiben.

        Hier auf dem Blog geht es ja bereits seit einigen Beiträgen wieder völlig normal und unabhängig davon friedlich weiter. Das ist mir auch wichtig so. Man kann sich mal in die Haare kriegen, aber dann muss auch wieder gut sein.

        Ganz liebe Grüße und einen schönen Abend!
        Sofie

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