Opferfeindliche Berichterstattungen – Y-Kollektiv und die Reportage zu Scheinerinnerungen: Ein Beitrag für die Opfer Ritueller Gewalt

Als ich auf die Reportage von Y-Kollektiv mit dem Titel „Rituelle Gewalt und Scheinerinnerungen“ aufmerksam gemacht wurde, wollte ich zunächst nicht darüber schreiben. „Nicht schon wieder“, habe ich gedacht. Erst vor kurzem habe ich mich in einem langen Post zu den diffamierenden Beiträgen in der schweizer Presse geäußert und vieles gesagt, was ich auch jetzt zu sagen hätte und nur wiederholen könnte. Aufgrund der Reportage von Y-Kollektiv sah ich dann allerdings wie unzählige Betroffene böse in die Knie gingen und deutlich mitgenommen sind. Einige überlegten damit aufzuhören weiter öffentlich zu dem Thema zu schreiben. Zu groß erschien wohl die Täterlobby und der vermeintliche Kampf gegen Windmühlen. Andere stürzten in tiefe persönliche Krisen, Selbstzweifel und Ängste aufgrund der ohnehin schon miserablen Versorgungslage. Mich erreichten sehr persönliche und berührende Reaktionen gespickt mit schwerer Niedergeschlagenheit und Resignation. Persönlich finde ich es schlimm mit anzusehen, was der Beitrag aktuell mit Betroffenen macht. Deshalb schreibe ich nun an dieser Stelle dennoch. Nicht gegen die Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Online-Kanals. Wer saubere und weniger einseitige Informationen und Studien zu dem Thema möchte, kann sie leicht recherchieren. Wer nicht, hat meine Zeit und meine Energie ohnehin nicht verdient.

Das ist ein Beitrag für die Opfer und ihre Glaubwürdigkeit. Wenn dich die Reportage von den Füßen geholt hat, setz‘ dich einen Moment hin und atme. Du bist nicht allein!

Ich möchte dich/euch gerne wieder etwas aus der Täter- und Leugnerblase zurück in ein opferfreundliches Umfeld holen. Vielleicht ist in deinem Innen Angst und Panik entstanden, weil du plötzlich das Gefühl hattest die Prophezeiungen der Täter bewahrheiten sich, dass dir niemals jemand glauben wird und du keine Hilfe findest. Wenn große Medien derart negativ Berichten, dann mag es manchmal so wirken als wären die Täter erneut übermächtig, als könnte man nichts dagegen tun und als stünde man ganz alleine auf der Welt. Aber das stimmt so nicht! Sieh‘ dich um! Es gibt eine Vielzahl von Menschen, die gerade genau wie du aufgrund dieses Beitrages straucheln und die dein Empfinden teilen. Deine Sicht findet breite Zustimmung in der Community der Betroffenen. Es gibt Helfer_innen, Sozialpädagog_innen, Therapeut_innen und Ärzt_innen, die sich für die Opfer einsetzen und die dieses Video sicherlich nicht davon abhalten wird. Auch ich werde deshalb nicht müde werden für mich und meine Geschichte und die Thematik „Rituelle Gewalt“ allgemein einzustehen. In den YouTube-Kommentaren findet sich eine ganze Menge an Kritik, wenn die auch leider teilweise sehr nach hinten gerutscht ist. Es gibt Menschen die dir glauben und du bist nicht allein!

Ich kann mir vorstellen, dass du unter Umständen nun im Innen wie der kleine Marienkäfer auf dem Beitragsbild ziemlich zwischen den Stühlen sitzt, weil du nicht mehr weißt was du glauben sollst, wohin du dich positionieren sollst und wem du vertrauen darfst. „Stimmt das wirklich, was ich erzähle oder bilde ich mir das vielleicht alles nur ein?“ Und: „Für welche Wahrheit soll ich mich jetzt entscheiden!? Der Beitrag verunsichert, aber ich könnte auch nicht damit aufhören zu lügen, denn die Gefühle und Bilder sind ja da! Das mach´ ich ja gar nicht bewusst.“ Wenn es dir so geht, will ich dir sagen: Du lügst nicht und du wirst auch nicht als Lügner_in entlarvt und bloßgestellt! Rituelle Gewalt gibt es und es gibt eine Vielzahl von Betroffenen, die davon berichten. In der Sendung ist die Darstellung leider sehr einseitig. Sie legt ihre Theorien auf Grundlage von Einzelfällen dar, lässt sie aber als allgemeingültiges Problem wirken. Derartige Verallgemeinerungen sind unzulässig und haben nichts mit wissenschaftlichen Fakten zu tun. Die Studienlage sieht insgesamt deutlich besser für die Betroffenen von ritueller Gewalt und dissoziativer Identitätsstörung aus, als es dort vermittelt wird. Die Ergebnisse sind auf deiner Seite! Sogar staatliche Stellen wie die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung und die Aufarbeitungskommission setzen sich inzwischen für deine Belange ein.

Ich kann dir nicht sagen, was deine Wahrheit ist. Wenn du jetzt an dir und deinen Erinnerungen zweifelst, will ich dir aber folgendes mitgeben: Man konnte in Studien im PET-Scan eindeutig wissenschaftlich belegen, dass es nicht möglich ist auf Grundlage von Fantasie und Suggestion die gleichen Gehirnareale zu aktivieren und die erfundene Geschichte so abzuspeichern, wie es bei schwer traumatisierten Patienten mit dissoziativer Identitätsstörung der Fall ist. Es gelang noch nicht einmal mit einer bewusst ausgewählten hochsuggestiven und phantasiebegabten Kontrollgruppe, die lange „eingearbeitet“ wurde! Die Auswertungen der Gehirnscans ergaben, dass bei Menschen mit DIS eindeutige, physiologisch sichtbare Unterschiede in der Gehirnaktivität im Vergleich zu denjenigen Probanten bestanden, die die Wechsel der Persönlichkeitsanteile nur schauspielerten und sich intensiv vorstellten. Traumatische Dissoziation und ihre Auswirkungen im Organismus lässt sich also nicht suggerieren! Zudem ist zweifelsfrei bewiesen, dass es Amnesien und Erinnerungslücken aufgrund traumatischer Erfahrungen gibt. Sie sind entgegen der Darstellung in der Reportage nicht selten oder Ausnahmefälle, weil man sich an so drastische Ereignisse besonders gut erinnern müsse, sondern sogar eine sehr häufige Folge! Das Traumagedächtnis funktioniert völlig anders, als es im Alltagsgedächtnis der Fall ist. Die Rückschlüsse, die von Befürwortern der Fals-Memory-Bewegung aus Studien zum Alltagsgedächtnis gezogen werden sind wissenschaftlich schlicht unzulässig! Auf der Seite der Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung, kann man ganz offiziell nachlesen, dass es bei Opfern ritueller Gewalt sehr häufig so ist, dass sie erst in der Therapie in der Lage sind langsam die Dissoziation zu lösen und sich zu erinnern. Das spricht jedoch nicht gegen ihre Glaubwürdigkeit!

Keine der zitierten Betroffenen in der Reportage hat auf Grundlage der therapeutischen Arbeit überhaupt irgendwelche Erinnerungen entwickelt! Sie wiederlegen die These von eingepflanzten Scheinerinnerungen damit selbst. Alle geben an von Anfang an gewusst zu haben, dass das, was die Therapeutin sagt für ihr Leben nicht zutrifft und die Tochter von Matt antwortet auf Nachfrage des Reporters schlicht: „Ich kann mich an so etwas nicht erinnern.“ Sie hat also kein neues Narrativ geschaffen. Nichts Scheinerinnerung! Dass so ein ausgesprochener Verdacht verunsichern kann, ist ein ganz anderes Thema, aber sicher kein Beleg, für fehlerhafte Suggestion von Erinnerungen, wenn letztlich ja offenbar die unreflektierte Übernahme ausbleibt!

Mach, was sich für dich richtig anfühlt! Es wird immer Menschen geben, die deine Meinung teilen und andere, die sich dagegen stellen. Das ist grundsätzlich mit jedem Thema so. Es ist dein Leben und nur du weißt am Ende, was für dich stimmt. Meine Wahrheit ist, dass ich rituelle und organisierte Gewalt erlebt habe. Da bin ich mir sicher. Ich vertraue mir und meinem Innen und den Fakten, die sich im Außen dazu finden lassen. Traumatherapie kann zeitweise destabilisieren und dennoch weiß ich auch, dass ich heute nicht an dem Punkt wäre, an dem ich bin, wenn ich mich nicht auf mich und meine Erinnerungsbausteine eingelassen hätte. Mir ging es erst dann gesundheitlich besser, als ich angefangen habe bewusst mit der DIS-Diagnose und meinen Erinnerungen zu arbeiten. Meine Wahrheit ist deshalb auch: Man muss erst einmal hinschauen dürfen, um für sich später überhaupt festlegen zu können, wie und wo man welche Wahrnehmung letztlich einordnen kann. Diesen Reflektionsprozess kann man als Patient_in nicht an eine Therapeutin abgeben und es ist auch nicht der Fehler der Therapeuten, wie man in der Reportage meinen könnte, wenn sie ihn anstoßen. Natürlich nimmt man als Psychotherapeutin ethischer Weise keine Endergebnisse und Einordnungen vorweg, schon alleine um so unschöne mediale Beiträge nicht auch noch zu befeuern und den Opfern Probleme in der Glaubwürdigkeit ihrer Erinnerungen zu bereiten. Die Deutungshoheit der inneren Wahrnehmung obliegt klar alleine den Patient_innen. „Puzzleteile“ des Lebens zu drehen, sich Fragen dazu zu stellen, bzw. sie gestellt zu bekommen und sie genauer zu beleuchten, um sie einordnen zu können, gehört jedoch zu jeder guten Therapie und hat mit Suggestion überhaupt nichts zu tun! Du darfst dich fragen, wie du dich fühlst, wie du etwas im Innen empfindest, welche Eindrücke du zu einer Situation hast oder ob es Gedächtnislücken gibt, ohne direkt Angst haben zu müssen deine Erinnerungen zu verfälschen! Ich kann dir aus meiner Erfahrung versichern, das passiert so in der geschilderten Form nicht einfach! Ergebnis einer solchen Reportage sollte nicht sein, dass Opfer Angst bekommen ihr Leben zu hinterfragen! So oft haben sie schon von Tätern eingebläut bekommen, dass alles was da in ihnen ist letztlich verrückt ist und dass sie sich davon fern halten müssen, um zu überleben.

In dem Beitrag „Holocaustleugner und Rituelle Gewalt“ habe ich bereits vor vielen Jahren geschrieben: „Die Täter haben ihre Diskussionen um falsche Erinnerungen. Sie schreien laut für ihre Rechte. Dabei sind wir Ihnen eigentlich einen Schritt voraus. Die Wahrheit war zuerst. Darauf haben sie reagiert. Nicht andersrum. Im Zentrum jeder Anerkennung als Opfer eines Verbrechens steht der Mut zu sich selbst zu stehen und sich verletzlich zu zeigen. Manche Spuren sind echt und beständig. Die anderen verlaufen ohnehin im Sand. Wir bekommen Gegenwind. Im Grunde zeigt man uns damit nur, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Und es scheint zu stimmen: Viele Studienergebnisse und Hilfsangebote die es für Betroffene heute gibt, lagen zum Zeitpunkt als ich erstmals darüber geschrieben habe noch nicht vor.

Zum Abschluss möchte ich die wunderbare Autorin J.K. Rowling zitieren, weil ich ihre Worte für die Betroffenen ritueller Gewalt so passend finde: „Es ist der Wert der Überzeugungen, der den Erfolg ausmacht. Nicht die Anzahl der Anhänger.“ Ich glaube für mich fest, dass der Wert der Wahrheit der Opfer von Ritueller Gewalt und aller Menschen, die sich für das Wohl der Schwächsten in der Gesellschaft einsetzen, letztlich auch siegt. Das hat sich bereits in den Missbrauchsdebatten gezeigt und wird es sicherlich irgendwann auch im Bereich der rituellen Gewalt tun. Und ganz abschließend ein weiteres Zitat frei etwas verändert wiedergegeben: „Du bist nicht allein, aber wenn ich Täter wäre, würde ich wollen, dass du das denkst…“

Falls jemand noch mehr lesen möchte nachfolgend noch einige Links und Studien zum Thema Trauma, Dissoziation, Rituelle Gewalt und Erinnerung:

In deutscher Sprache:

In englischer Sprache:

Blogbeiträge:

5 Kommentare zu “Opferfeindliche Berichterstattungen – Y-Kollektiv und die Reportage zu Scheinerinnerungen: Ein Beitrag für die Opfer Ritueller Gewalt

  1. Wir haben die Reportage so erlebt das es mehr darum ging das es Therapeuten gibt die nun mal ihren Patienten Traumata wie rituellen oder auch sexuellen Missbrauch einreden und ja davon gibt es einige udn das ist ein Thema das auch beleuchtet werden muss. Es ist nur schade das solche Therapeuten uns Opfer oft unglaubwürdig machen. Uns wurde von Therapeuten udn anderen Hilfseinrichtungen immer eingebläut wir bilden usn alles ein oder seinen selbst schuld weil wir krank sind und das nicht einsehen wollen zu drr Zeit wussten wur nkr von Misshandlung, grover Vernachlässigung und psychischer Gewalt das wir rituellen Missbrauch erlebt haben wird uns erst seit einem halben Jahr langsam klar. Uns hat sie Reportage zwar auch getriggert aber nicht im den Sinne uns wurd niemand glauben und wir Opfer werden verleugnet sondern eher in dem Sinne das es Therapeuten gibt die ihren Patienten rituellen Missbrauch und eine DIS einreden um sie psychisch unter Druck zu setzen und kontrollieren zu können und somit uns Opfer als unglaubwürdig darzustellen. Wir vermuten das solche Therapeuten oft Täter stecken die selbst rituell missbrauchen und solche Suggestionen bei nicht Betroffenen nutzen um uns Opfer öffentlich als unglaubwürdig darzustellen. Das ist traurig aber leider auch ein Fakt der berücksichtigt werden muss soch wir haben die Erfahrung gemacht bei den Leuten die ein falsche Spiel treiben wie die Therapeuten kommt „die Wahrheit“ früher oder später ans Licht. Nur zeigen solceh Therapeuten uns Opfer nur auf

  2. Wir wollten eigentlich noch mehr sagen wollte irgendwie nicht also dan jetzt hier noch. Solche Therapeuten zeige uns Betroffenen deutlich das wir nicht aufhören sollten für uns einzustehen und dafür zu kämpfen das „die Wahrheit“ an Licht kommt. Wir schauen die Reportage von Y Kollektiv und den anderen Funk Kanälen die Reportagen machen schon ne Weile und auch wenn manches einseitig beleuchtet wird weil eine Reportage es oft nicht ehr gibt Dinge so genau zu beleuchten finden wir aber trotzdem das Y Kollektiv eine gute Arbeit macht und versucht ein Thema so objektiv wie möglich zu beleuchten und auch versucht niemanden damit zu verunglimpfen oder als nicht glaubwürdig hinzustellen stattdessen haben wir die Erfahrung gemacht das Y Kollektiv sehr respektvoll und wertschätzend mit Opfern umgeht auch wenn es in der fertigen Reportage oft nicht gut genug rüber kommt da oft die Zeit nicht dazu da ist und nur ausgewählte Szenen gezeigt werden. Trotzdem finden wir das Y Kolleriv einen ihren Reportagen einen, einen guten Überblick über ein Thema gibt. Zudem wird auf Kritik usn Fragen oft in nem seperaten Video eingegangen das finden wir sehr das sie so auch sehr glaubwürdig sind.

    • Wenn in der fertigen Reportage der Respekt für Betroffene von extremer Gewalt und die Objektivität „nicht rüberkommt“, dann läuft etwas falsch! Es kostet keine halbe Minute im Video, um klar zu machen, dass es aufgrund der Zeit eine einseitige Reportage ist, die nicht alle Gesichtspunkte eines komplexen Themas ausreichend beleuchtet und entsprechend nicht dazu geeignet ist pauschale und übergreifend gültige Ansichten zum gezeigten Themengebiet zu bilden! Stichwort Transparenz in der Berichterstattung. Alle deine Aussagen zu irgendwelchen Motiven der Redaktion sind in dem Fall reine Spekulation. Sie werden in den Videos nicht sichtbar und auch nicht offen so kommuniziert. Wenn man knapp dreißig Minuten lang so tut, als wolle man ein objektives und umfassendes Bild zeigen, indem man nebenbei immer wieder mal fallen lässt, dass man sich mit der Gegenseite beschäftigt hat, tatsächlich aber nur Ausschnitte und Aussagen einer ganz bestimmten Strömung abbildet, dann passiert genau das, wie du es hier schreibst: Die Zuschauer haben den subjektiven Eindruck von Objektivität ohne auch nur einen einzigen tatsächlich objektiven Fakt zu einem Thema und den journalistischen Motiven geliefert zu bekommen! Das ist Suggestion und Manipulation. Es hätte keine halbe Minute gedauert Google zu bemühen und ganz schnell festzustellen, dass manche Aussagen trotz des vermittelten Eindrucks so wissenschaftlich gar nicht haltbar sind! Kein Wort dazu in der gesamten Aufnahme. Nur der in seiner Aussagekraft völlig wertlose Schnipsel, dass manche Fachpersonen nicht hätten sprechen wollen. Auch hier allerdings wieder ohne die angefragten Fachpersonen und die wirklichen Gründe ihrer Absage klar zu benennen. Ein Strafverfahren gegen eine Therapeutin wurde eingestellt. Weshalb!? Da kann sich jeder dazu reimen was er will und diese Lücke bleibt so aus meiner Sicht ganz bewusst, weil sie ihren Zweck erfüllt. Abgesehen davon ist es keine Begründung sein Recherchematerial bei so heiklen Berichterstattungen nicht gegenzuprüfen und wenigstens die verfügbaren Studien gegenüberzustellen! Es ist nunmal nicht der häufigere Fall, dass Menschen sich an traumatische Erfahrungen erinnern und es gibt bereits den Beweis, dass Suggestion von echten Erfahrungen klar gehirnphysiologisch unterschieden werden kann. Die False Memory Foundation und Co. als Quelle zu benennen spricht ohnehin für sich. Ihre pseudowissenschftlichen Thesen und völlig entfremdete Verwendung von Zitaten sind schon seit Jahren wiederlegt. Wenn man sich allgemein die Quellen zum Video ansieht, findet man nur Skeptiker, Leugner und Zweifler auf der Liste oder sogenannte Fachstellen, die Verbindungen in diese Kreise pflegen. Das spricht auch nicht für eine objektive, sondern für eine gewollt einseitige Recherche!

      Ich will und kann zu Y-Kollektiv pauschal nichts sagen, aber die Reportage geht so nicht und da gibt es nichts schön zu reden!

      • Und in Sachen Therapeuten und für sich einstehen: Mein Problem im Alltag sind nicht irgendwelche Massen an Therapeuten, die in Sachen Erinnerungsarbeit vorgreifen und gegen die ich Aufstehen müsste! Vielmehr sind es die Probleme, die unter anderem aus derartig kurzsichtigen Medienbeiträgen entstehen. Überhaupt einen Therapeuten zu finden, der mich mit einer Geschichte extremer Gewalt überhaupt behandelt, erlebe ich als deutlich größeres Problem!

        Was auch in keiner Darstellung jemals wirklich fundiert hinterfragt und tiefgehend durchleuchtet wird, ist die Tatsache, weshalb diese Patient_innen letztlich nicht deutlich früher die Reißleine gezogen haben! Eine psychische Instabilität reicht mir da als Begründung nicht aus, um die Verantwortung für das eigene Leben im Nachhinein komplett auf den Therapeuten abzuschieben, wenn ihnen klar ist, dass nicht stimmt, was er sagt oder es ihnen in einer Behandlung anhaltend immer schlechter geht! Da ist das grundlegende Problem nämlich auch nicht, dass sich Scheinerinnerungen gebildet hätten, sondern dass Patient_innen offenbar teilweise trotz vollumfänglich vorhandener Zurechnungs- und Entscheidungsfähigkeit eine dermaßene Hörigkeit entwickeln, dass sie alles mit sich machen lassen! Das ist aber ein ganz anderes Problem und braucht auch andere Lösungsansätze!

      • Mich regt dieser Mist nur auf, so eine einseitige Reportage und das Q+A dazu was einen anderen Titel hat, macht das ganze nicht besser.

        Menschen die von einem Therapeuten falsch behandelt werden die gibt es, wie in jedem anderen Bereich auch. Da muss und sollte auch genauer hingeschaut werden. Ich kann mir auch die Brust vergrößern lassen und an einen Stumper geraten (ein Beispiel) deswegen würde sich aber keiner hinstellen und da so suggerieren das alle Ärzte die diese OP durchführen Stümper wären.

        Warum das aber gemacht wird wenn es um Psychotherapien geht mit einem bestimmten Hintergrund, macht mich echt sauer. Was mich noch mehr sauer macht ist, das viele, was dort geschildert wird das einfach glauben ohne zu hinterfragen. Da geht das aber wehe man sagt man hätte schlimmen Missbrauch organisiert ritualisiert usw. erlebt, da wird dann verlangt das man das aber beweisen muss usw. usf. das kann ja nicht sein, das gibt es nicht, das bildest Du Dir nur ein und bla, mir steigt da echt der Puls.

        Solche unreflektierten und einseitigen Berichterstattung schaden betroffenen.

        Das man in diesem Bericht dafür sorgen will Patienten vor unfähigen Therapeuten zu schützen ist für mich absolut nicht ersichtlich. Unser Thera sagt z.b. ganz klar wer suggestiv arbeitet in der Therapie begeht einen Kunstfehler und dieser kann schlimme folgen haben für den Behandler, bis hin zum Berufsverbot. Wenn man Menschen vor unfähigen Therapeuten schützen will, dann muss man meiner Meinung nach anders vorgehen! Und nicht den Eindruck vermitteln alle Therpauten die Traumata behandeln würden ihren Patienten das einreden.

        Mal ganz davon ab hat es kein Therapeut nötig sich seine Patienten selbst ran zu ziehen, die können sich vor Anfragen nicht retten. Mich machen solche Reportagen nur mega sauer! Teilweise wirft es uns auch zurück und nährt nur vorhandene Zweifel. Aber wir kriegen es auch nicht hin uns solchen Mist nicht mehr anzuschauen.

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