Bei der Gundelrebe zu Gast

Ich sitze im Garten. Ein Teppich aus zarten lilablauen Blüten säumt mir den Weg. Mein Herz hüpft aufgeregt. Was sie heute wohl zu erzählen hat, die Gundel? Die Sonne scheint. Bis jetzt kam ich nicht zur Ruhe. Nun aber kann ich mir etwas Zeit nehmen und den Pflanzengeisterchen lauschen. Dieses Jahr berührt mich die Gundel besonders. Vielleicht liegt es daran, dass sie eine große Heilerin für die tiefen, eitrigen Wunden in uns ist – sowohl körperlich als auch seelisch. Ihre Tinktur löst sanft die alten Schmerzen und hilft Verletzungen von innen heraus abheilen zu lassen. Man sagt, in ihr wohnen die guten Hausgeister. Sie verbindet mit Himmel und Erde gleichermaßen und steht damit für Ausgewogenheit von männlichen und weiblichen Energien. Wann immer ich mich in sie hineinvertiefe, fühle ich mich wunderbar ganz, weil sie auf ihre ganz eigene Weise Harmonie vermittelt ohne irgendeine Facette ablehnen zu müssen. Ich komme ins schwärmen, wenn ich über meine Gundel nachsinne.

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Saftiger Streußel-Kokos-Kuchen

Als Sonntagskuchen habe ich mich heute an ein neues Rezept gewagt. Eigentlich hatten wir Lust auf einen Kokos-Buttermilch-Kuchen. Rezepte dafür findet man viele, wenn man den Begriff bei Google eingibt. Da Buttermilch aber leider nicht im Haus war, mussten wir kurzerhand etwas umdisponieren. 

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Birnenkuchen und Sonntagslernereien

Es ist Sonntag. In der Vergangenheit hat sich dieser Wochentag, als fester Auszeittag etabliert. Im Zuge der Vermeidung von erneutem Ausgebrannt sein, haben wir festgestellt, dass wir mindestens einen kompletten Tag in der Woche brauchen, an dem wir überhaupt nichts müssen und nur tun, was sich für unsere Seele gut anfühlt. Heute ist das ausnahmsweise ein bisschen anders. Wir werden nächste Woche eine zusätzliche juristische Prüfung in Sozialrecht ablegen und haben entsprechend noch ein bissschen was zu tun. Das Themengebiet ist doch sehr komplex. Dennoch soll ein gewisser Wohlfühlfaktor nicht fehlen. Für die Pausenverpflegung muss also gesorgt sein…😉

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Traumaschamanen

Wir sitzen auf dem Bett. Im Mund klingt noch der süße Geschmack von einem Gebäckstück nach, das wir eben gegessen haben. Im Hintergrund läuft der Stream von „Das große Backen“. Auf dem Schoß liegt ein Buch. Vor ungefähr einer Stunde sind wir von unserer Therapie nach Hause gekommen. Etwas Frust macht sich breit. Wir haben über vieles geredet. Alles war irgendwie wichtig. Der Kern unserer Probleme  kam allerdings erst kurz vor Schluss zum Vorschein, obwohl wir ihn von Anfang an im Kopf fett markiert als dringend dabei hatten. Wir sind den damit verbundenen Emotionen kommunikativ wohl etwas zu lange aus dem Weg gegangen. Nun ist das Gespräch darüber auf’s neue Jahr verschoben. Shit happens…

Wir schmökern weiter in unserem Buch. Dabei stolpern wir über folgendes Zitat:

Ein wirklicher Heiler ist […] ein Grenzgänger, einer, der über die Grenzen der gesellschaftlichen Konventionen hinaus geht. Er muss ein solcher sein, denn Krankheit und Wahnsinn, Tod und Fortpflanzungstrieb, sie lassen sich nicht durch die Gebote der Rationalität und Ethik eingrenzen.
Storl, Wolf Dieter (2018): Wolfsmedizin. Aarau und München: AT Verlag

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Cola aus dem Colastrauch

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Die Eberraute erfreut sich als „Cola-Strauch“ zunehmender Beliebtheit.

Was hier im kleinen Kasten so wunderschön grün-gefiedert wächst, ist eine Pflanze, die schon im Mittelalter wegen ihrer Heilwirkung in Klostergärten angebaut wurde. Man sprach ihr neben einer aphrodisierenden, vor allem auch eine beruhigende Wirkung zu. Beliebt war sie bei Verstimmungen des Magen-Darm-Traktes. Wer unter Haarausfall litt, soll mit einem Tonikum aus der Pflanze seine Haarpracht erhalten haben können. Für Frauen diente sie der Behandlung von Schmerzen in der Brust und Geschwülsten. Durch ihre krampflösenden Inhaltsstoffe bot sie auch Hilfe bei Menstruationsbeschwerden. Ihre Eigenschaft als Gegengift dürfte in früheren Zeiten besonders bedeutsam gewesen sein.
Der botanischer Name lautet Artemisia abrotanum. Im Deutschen wird sie mit Eberraute oder neuer als Cola-Strauch benannt. Die Herkunft letzterer Bezeichnung ist jedem schnell klar, der einmal an ihr geschnuppert hat. Sie ist reich an ätherischen Ölen und versprüt einen intensiven cola-artigen Geruch. Neben der Kampfer-Eberraute ist im Handel auch noch die Zitronen-Eberraute erhältlich. In dieser Variante duftet die Pflanze intensiv nach Zitrone. Im weiteren Beitrag beschränke ich mich nun allerdings auf die Verwendung des Cola-Strauches.
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Jurassic Balkon

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Körniger Hüttenkäse mit Erdbeeren, Honig und Zitronenmelisse – Mjam. ❤️😋🍓

 

Wir sitzen am Frühstückstisch und löffeln frische Erdbeeren mit etwas Honig und Hüttenkäse. Die Sonne macht den Tag warm. Grell blendet dass Draußen zum Fenster herein. Das silberne Blech spiegelt die Sonne gleißend hell. Ich schließe den Rollo ein Stück, weil ich nicht erblinden will. Ein leiser Wind umstreicht meine Zehenspitzen, als ich kurz auf den Balkon nach draußen trete.
Ich atme mit einem Seufzer einmal tief durch.
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Erdbeertiramisu

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Gestern Abend haben wir uns zum ersten Mal in diesem Jahr frische Erdbeeren gekauft. Erstaunlicherweise waren sie wunderbar süß. Damit hätte ich noch gar nicht gerechnet. Einige Früchte aus der kleinen Schale haben wir zu Tiramisu verarbeitet. Dafür haben wir sie einfach als extra Schicht in unser Grundrezept eingebaut. 😉
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Ein Beitrag für euere Fragen

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Etwas mehr als drei Jahre gibt es diesen Blog jetzt schon. Er ist mit seinen Lesern gewachsen. Uns bereitet es so viel Freude zu sehen, dass immer mehr Menschen mitlesen und sich für unsere Worte interessieren. Die Leserschaft selbst scheint dabei mittlerweile genau so bunt zu sein, wie der Blog und wir selbst. Danke euch allen dafür! 😘

Als wir so am Tisch saßen und überlegten, was ein schöner neuer Beitrag sein könnte, fanden wir den Zeitpunkt sehr geeignet einfach mal euch lieben Leser und Leserinnen nach euerer Meinung und eueren Wünschen zu fragen.
Gibt es Dinge, die ihr schon immer mal gerne von uns wissen wolltet? Dann her damit! Dabei ist grundsätzlich jedes Thema willkommen – solange es die Basisprinzipien von „Nettikette“ und respektvollem Umgang wahrt, versteht sich. Die Fragen können sich rund um das Thema „Trauma“ und „Viele sein“ drehen, müssen es aber nicht. Die gesamte Bandbreite an kreativen Fragen oder Schreibaufgaben steht euch offen. 😉

Die Kommentare wollen also ab sofort hier gefüttert werden und freuen sich auf jede von eueren Anregungen, Rückmeldungen und Ideen. Wir werden sie anschließend, in einem oder mehreren Beiträgen so gut wie möglich umsetzen.

Das wird spannend, aber wir freuen uns drauf!

Ganz liebe Grüße,
Sofie und euere bunten Schmetterlinge 😊🦋💫

Schwarzkümmelreis mit Schafskäse

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Reis ist für uns eine beliebte Beilage.
Wir essen ihn in allen möglichen Formen. Heute wollen wir euch eine schnelle Möglichkeit vorstellen, den nahrhaften Körnern einfach mal einen ganz anderen Geschmack zu verpassen.

Zunächst wird der Reis im gesalzenen Wasser mit einer Scheibe Ingwer auf die richtige Garstufe gekocht. Wenn er fertig ist, gießt man das restliche Wasser ab, sofern überhaupt noch Wasser im Topf vorhanden ist. Wenn man die Wassermenge vorher der Reissorte anpasst, ist es am Ende automatisch weg, weil es die Reiskörner ausgetrunken haben. 😉 Die zugehörigen Milliliter-Angaben stehen oft auf der Verpackung.
Nun bröselt man den Schafskäse mit den Händen darüber. Natürlich könnte man den auch schneiden, aber das sparen wir uns oft und regeln das mit leichtem Händedruck. Umrühren, etwas Sahne zugeben, dass der Reis schön schlotzig wird und den Schwarzkümmel dazu streuen.
Fertig! 🍴🙂

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Die Zutaten im Überblick:
– Wasser
– Eine Scheibe Ingwer
– Reis
– Schafskäse
– Schwarzkümmel
– Sahne
– Salz – Der Schafskäse ist an sich schon etwas salzig, deshalb anfangs sparsam mit extra Salz umgehen und lieber nachwürzen.

Der würzige Reis mit einem Hauch von Orient schmeckt zu Fleisch- und Fischgerichten gleichermaßen. Die Kombinierbarkeit ist vielfältig. Da ist mit Sicherheit für jeden Geschmack etwas dabei. Oft essen wir ihn auch einfach blank.

Wir wünschen guten Appetit und einen schönen Dienstag! 🙂☀️🦋

Schneller Broccoli-Rosenkohl-Auflauf

Wir mögen Aufläufe in allen Variationen.
Dafür gibt es mehrere Gründe: Sie gehen schnell, man kann alles in eine Form werfen und der Ofen macht das Essen alleine fertig.
In der gesparten Zeit können wir tun, was wir wollen und müssen nicht rührend am Herd stehen. Das spart uns Energie und Nerven in stressigen Zeiten.

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Zutaten: 
– 450g Rosenkohl
– ein kleiner Broccoli
– 2 Eier
– ca. 500ml Milch
– Streukäse
– Salz
– Pfeffer
– weitere Gewürze nach belieben

Die Eier mit der Milch und den Gewürzen verquirlen. Gemüse in eine Auflaufform geben. Mit der Eiermilch übergießen. Käse darüber streuen und ab in den Backofen.

Bei 180° Grad Umluft ca. 30 Minuten backen, bis der Käse goldbraun geworden ist.

Guten Appetit! 🍴😊