Liebster Award

CCA58334-3B0D-4FFB-BF60-CF86581157D7Oh, ich mag diese Nominierungen! 😊
Zum einen, weil wir es als Ehre empfinden, dass jemand etwas von uns lesen möchte. Zum anderen, weil es uns dazu anregt über Dinge nachzudenken, auf die wir sonst gar nicht kommen würden. In diesem Fall haben wir die Nominierung von „notjanina“ für den „Liebster Award“ leider verschnarcht und kamen erst jetzt zufällig darauf. Deshalb wollen wir die Beantwortung der Fragen sofort nachholen.
Vielen Dank nochmal!

Das wollte Janina von uns wissen: 🙂

1. Wie geht es dir heute?
Soweit ganz gut. Allerdings strengen mich gerade schon kleine Sachen ziemlich an. Am liebsten hätte ich eine längere Alltagsauszeit. Da das leider nicht geht, werde ich heute einfach mal so oft und so lange wie möglich im Bett rum liegen und so faul wie möglich sein.

2. Welches Lied läuft bei dir momentan rauf und runter?
Ehrlich gesagt gar keins. Ich komm weder dazu, dass ich das Radio einschalte, noch, dass ich mir mal eine CD anhöre. Wenn ich zu Hause die Türe hinter mir zu mache, freue ich mich, dass endlich Stille herrscht. In den Kopf kam mir aber beim Schreiben gerade das Mantra „Om Namo Baghavate“. Deva Premal hat das sehr schön vertont. Zum entspannen finde ich die Musik super.

3. Hast du einen echt peinlichen Lieblingssong von dem sonst niemand weiß? Und wenn ja: Dürfen wir ihn erfahren?
Schnappi das kleine Krokodil finden wir einfach putzig. Die anderen Lieder teilen wir nur mit unserer besten Freundin.

4. Welche Person in deinem Leben hat dich ganz besonders geprägt und warum?
Oh, da gibt es einige.
Zunächst meine Eltern und die enge Familie, wie das wahrscheinlich bei so gut wie jedem ist. Zwar waren diese Prägungen bei uns nicht unbedingt immer so positiv, beeinflusst haben sie uns dennoch. Später eine Therapeutin. Bei Ihr durften wir viel nachholen, was uns in der Kindheit und Jugend fehlte. Außerdem stand sie mit einer Liebe und Selbstverständlichkeit an unserer Seite, die mir überhaupt erst ermöglichte, ich/wir selbst zu werden. Einen ganz besonderen Platz nimmt unsere beste Freundin ein. Sie ist einfach bezaubernd und hat bei allem Stress, den sie selbst hat, eine Engelsgeduld mit unseren Marotten.

5. Bist du zufrieden damit, wie dein Leben gerade läuft?
Im Großen und ganzen ja. Nicht ganz so viel Bürokratie wäre schön. Und mir schwebt beruflich eine Veränderung vor, die umgesetzt werden will.

6. Was kotzt dich so richtig an?
Unehrlichkeit und mangelnde Loyalität. Zudem Mensch die glauben besser zu wissen, wie ich mein Leben leben sollte und dabei so null Ahnung von meiner Welt haben.

7. Wie machst du die Welt ein Stück besser?
Oh, dass ist eine große Frage.
Wir hoffen, dass wir die Welt ein Stück dadurch besser machen, dass wir zu unserer Geschichte stehen und darüber sprechen. Darin sehen wir die Chance, auch für andere langfristig etwas zu verändern.
Im Großen und Ganzen sind es aber wohl auch bei uns die kleinen Dinge und Gesten, die sich summieren. Ein offenes Ohr, ein freundliches Wort, eine helfende Hand und ein herzliches Lächeln, wo es gebraucht wird.

8. Freust du dich auf den morgigen Tag?
Jupp: Ich hab frei. 😉
Dazu kommt bei uns: Seit unserer extremen Krise vor einigen Jahren, beten wir jeden Abend für eine beschützte Nacht und freuen uns jeden Morgen, dass wir am Leben sind. Das ist unabhängig davon, wie wir uns sonst fühlen oder was an diesem Tag ansteht.

9. Was möchtest du in deinem Leben noch unbedingt sehen?
Eine Elfe.
Unsere alte Therapeutin nochmal.
Ein übervolles Girokonto mit einem mindestens fünfstelligem Betrag im Haben und das dauerhaft. 😉

10. Was ist deine größte Stärke?
Meine Ehrlichkeit. Meine Loyalität. Meine Sensitivität. Mein Einfühlungsvermögen. Mut zur eigenen Meinung und die Fähigkeit sich bei Bedarf deutlich abzugrenzen.

11. Was machst du, wenn du nicht einschlafen kannst?
Nix.
Ich liege einfach wach, genieße mein warmes Bett und streichle die Katzen.
Wenn mir langweilig wird, schaue ich hin und wieder auch ein Filmchen auf YouTube. Dort verschlägt es mich meist entweder in die „Kinderabteilung“ zum Pumuckl schauen oder auf den Kanal von Mystica.tv.

Jetzt wird es wohl Zeit, dass wir auch wieder jemanden nominieren. Ich hoffe die genannten mögen bei der Aktion mitmachen:

Meine elf Fragen an euch:
1. Wenn du jetzt ein Bild malen würdest, was würde man darauf sehen?
2. Die Farbe „Blau“ verbindest du mit was?
3. Hast du ein Lieblingskinderbuch und wenn ja welches?
4. Deine Welt in einem Wort?
5. Wenn du nochmal einen Tag lang Kind sein dürftest, was würdest du tun?
6. Hast du ein Lieblingszitat und wenn ja welches?
7. Was kommt auf deiner Speisekarte auf keinen Fall auf den Teller?
8. Wenn du eine neue Religion erfinden dürftest, woran würde sie glauben?
9. An einem kühlen Herbstabend freue ich mich auf…?
10. Was bringt dich nach einem aufgewühlten Tag wieder runter?
11. Wenn du uns eine Frage stellen dürftest, welche wäre es?

Liebe ganz sachlich

Nachdem es bei der Nominierung der Melinas zum „Liebe verbreiten“ zu lustigen Wirrungen kam, möchten wir der „Doppelnominierung“ mit diesem Beitrag gerecht werden. Hier also noch eine Variante für „Sachtextliebhaber“:

Liebe was ist das eigentlich?
Kann man das nachweisen?
Beim Wort „Liebe“ weiß wohl jeder, wovon man spricht, obwohl es keine einheitliche Definition dafür gibt. Wenn der richtige vor einem steht, hat es einen einfach voll erwischt. Oder man fühlt sich in einer tiefen Freundschaft im Herzen verbunden. Doch eindeutige Nachweise für die Existenz der „Liebe“ Fehlanzeige. Der Duden versucht es mit einer Umschreibung, um klar zu machen, worum es bei der Liebe geht. Sowohl beim „starken Gefühl des sich hingezogen Fühlens“ als auch bei einer „auf starker seelischer, geistiger und körperlicher Anziehung beruhenden Bindung“ besteht die Basis allerdings aus subjektiven Empfindungen. Die sind aber ja bekanntlich wieder weniger sachlich und sehr individuell.

Rein physiologisch ist die Chemie ganz schön durcheinander, wenn die Chemie stimmt. Das limbische System als Sitz der Emotion wird im Gehirn stark aktiviert. Gleichzeitig werden die Areale, die für rationale Entscheidungen zuständig sind gehemmt. Man ist plötzlich blind vor Liebe und völlig kopflos. Zusätzlich werden Bereiche durch leidenschaftliche Liebe angeregt, die auch durch die Suchtstoffe aus der Wirkstoffgruppe der Opiate und Kokain stimuliert werden. Wir sind also süchtig nach Liebe. Die Belohnungszentren jauchzen vor Freude über den Hormoncocktail. Körpereigenens Dopamin überschwemmt die Synapsen und tut das, was sein Ruf als Glückshormon erwarten lässt: Es macht glücklich und euphorisch. Der Botenstoffkollege „Oxytocin“ sorgt für Vertrauen und Bindung. Allerdings ist der etwas langsamer und zurückhaltender. Er kommt nicht gleich auf die ersten Tage einer neuen Liebe voll zum Einsatz, sondern entfaltet sich mit der Zeit.

Diese Erkenntnisse geben Raum für neue wissenschaftlich fundierte Anmachsprüche, wie „Hey, wie hoch steigt dein Dopamin eigentlich, wenn du mich siehst?“ oder „Ist dein Oxytocinspiegel ausreichend hoch für feste Bindungen?“. Wenn unser Gegenüber daraufhin den Labornachweis vom Arzt zückt, kann man es ja – je nach Ergebnis – mal versuchen…
Aber wer will Liebe schon so angehen? Es ist doch auch irgendwie toll, so herrlich unrational zu sein und einfach nur im Gefühl zu baden. Das macht den Zauber an den Schmetterlingen im Bauch aus und es knistert umso doller, wenn das mysthische bleiben darf. Letztlich ist das eigene Bauchgefühl wohl der sicherste und einzig anwendbare Parameter für die Existenz der wahren Liebe.

Liebe verbreiten 💕

Die Melinas haben uns nachträglich nominiert beim „Liebe verbreiten“ mitzumachen. Wer mehr zur Challenge erfahren möchte findet eine genauere Beschreibung hier auf dem Blog von Saskia.
Nachfolgend könnt ihr nun unsere tierische Umsetzung zum Thema „Liebe verbreiten“ lesen 🐈:

Die Katzendame tätschelt dem vor sich hin schlummernden Kater sanft mit dem Pfötchen auf den Kopf. „Ich will spielen und er nicht“, schaut sie mich vorwurfsvoll an. In seinen Augen steht eine gewisse Genervtheit. Doch er beißt sie nicht weg oder maßregelt sie. Er lässt sie eine Zeit lang einfach an ihm herumzwirbeln. Irgendwann wird es ihm zu bunt. Der Kater hebt eine Pfote, und öffnet das Mäulchen, um der Dame anschließend sanft zu sagen, dass es jetzt aber mal genug ist. Sie lässt ihre Aufforderungen daraufhin sein und sucht sich eine andere Beschäftigung.
Wer die beiden schonmal zusammen gesehen hat, weiß, dass sie sich lieben. Zart schmiegen sie ihre Köpfchen aneinander und schnurren sich an. Wenn der „Feind“ ins Revier gestreunt kommt, halten beide dicke zusammen. Niemand greift seine Dame an, ohne, dass er es auch mit ihm zu tun bekommt. Seine Katzendame eifersüchtelt hingegen, wenn er aushäusigen Katzendamen näher kommt. Dann keift und faucht sie klar, dass sie die einzige Dame ist, die ihrem Traumkater näher kommen darf. Gemeinsam ziehen sie dann als Traumpaar von dannen und begeben sich auf ein neues Abenteuer. Auch wenn sie normalerweise auf getrennte Schlafplätze stehen, eine kurze Kuschelrunde geht immer. Dann putzt sie ihm das Öhrchen und knabbert ihm das Fell zurecht, ehe sie gemeinsam einschlafen.
Beim Futter gib’s keinen Futterneid. Jeder frisst seine Portion und lässt dem Anderen seine. Einzige Ausnahme: Der Dame fällt etwas in den Napf, was sie nicht mag. In dem Fall bekommt der Kater von ihr eine zweite Portion zugeschoben und sie eine Neue vom Frauchen in anderer Geschmacksrichtung. Wer könnte dem armen Tier mit den hungrigen Kulleräugchen schon wiederstehen, dem der Kater grade das Futter weggefressen hat?! 😉
Und wenn sie sich mal streiten, was ja in den besten Beziehungen vorkommt, dann tun sie selbst das liebevoll und nie wirklich schlimm und lange…

Das besondere Geschenk für mich daran: Sie teilen ihre Liebe mit mir und wenn ich die beiden so anschaue, verbreiten sie diese liebevolle Stimmung auch in mir und ihrer Umgebung. Sie fragen nicht danach, ob wir viele sind. Sie wissen es. Und es ist ihnen egal, wie wir Menschen unser Sein nennen. Sie lieben uns in jeder Faser und lernen uns dabei ganz selbstverständlich, es ebenso bedingungslos zu tun. Liebe ist ansteckend.
Die Essenz in dieser Mensch-Katzen-Begegnung: Es ist egal was du tust und wen du liebst, solange du liebst. Dann springt die Begeisterung weiter und die Herzen deiner Umgebung fangen an zu schlagen. Plötzlich hat man den gleichen (Im-)Puls.
Liebe ist wohl die einzige Ansteckung die man gerne in Kauf nimmt und von der man nie genug bekommen kann. ❤️

Und weil wir uns soooooo gefreut haben auch nominiert worden zu sein, nominieren wir hier folgende Blogs zum Liebe weiter verbreiten:
💕 Pauline mit ihrer „LinguFaktur
💕 Sophie von „Leben im Wandel“
💕 Den „Schnippelboy“, weil Liebe ja bekanntlich auch durch den Magen geht…
💕 AnDi vom „Schlemmerbalkon“, sobald sie aus der Pause zurückkommen, die sie sich aus Selbstliebe gegönnt haben
💕 Nelia vom „Farbensehnsuchtblog“

Und meine beste Freundin, die zwar keinen Blog hat, aber gerne eine WhatsApp Nachricht an mich verfassen darf, wenn sie das ließt..😉💕

Wenn ich einen Blog hier nicht genannt habe, bei dem ich mitlese oder auch umgekehrt, der oder die aber trotzdem gerne mitmachen will, dann fühlt euch hiermit einfach alle aufgerufen. Ich lese bei so vielen mit, die ich richtig toll finde, dass die Auswahl wirklich nicht ganz leicht war…