Warum der Zauberkuchen „zaubert“

Die Paulines haben uns gefragt, wie das mit dem „Zauberkuchen“ den wir vor kurzem eingestellt haben eigentlich funktioniert und welche Erklärungen aus Physik oder Chemie es dafür gibt.
Die Suche danach gestaltete sich schwieriger als gedacht. Die Frage taucht zwar im Internet öfter auf, allerdings bleibt die Antwort dazu meist aus. Dank Tante Google haben wir dann doch noch folgende Erklärungen dafür gefunden, wenn sie auch nicht allzu umfangreich ist und die „Hintergründe“ nur kurz beleuchtet:
Durch das Backpulver im Teig entsteht beim Backen Kohlendioxid. Das macht den Teig leichter, bläht ihn auf und lässt Ihn nach oben schwimmen. Da in der Quarkmasse kein Backpulver enthalten ist bleibt diese schwer und sinkt nach unten ab.

Wir hoffen es erklärt zumindest ein bisschen, was da im Ofen so passiert. 🙂

Zauberkuchen

Copyright by "Sofies viele Welten"

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Heute Nachmittag hatten wir durch ein Telefonat mit einer Bekannten spontan Lust Kuchen zu backen. Sie erzählte uns vom „wundersamen Zauberkuchen“ bei dem der Boden ganz von selbst beim Backen nach oben wandert und die Käsekuchenschicht nach unten absinkt. Sprich – Nach dem Backen ist alles anders rum, als vorher.
Das hat uns neugierig gemacht und musste sofort ausprobiert werden.

Das Rezept findet ihr hier: http://amandines-oase.de/index.php/component/content/article?id=26:dreh-dich-um-kuchen-kaesekuchen&Itemid=135
Die Zutaten für den Teig zusammenrühren und auf den Boden der Springform geben. Ebenso alle Zutaten der Quarkmischung zusammenquirlen und vorsichtig auf dem Boden verteilen. Soweit ist es also ganz normaler Käsekuchen.
Wir haben das Reinweinstein-Backpulver durch ein Päckchen ganz normales Backpulver ersetzt und noch etwas Kirschen zum Schluss oben auf die Käseschicht gestreut.
Dann ging es ab in den Ofen, der für uns zum Fernseher wurde, weil wir doch unbedingt beobachten mussten, wie Boden und Quarkmasse wie von Zauberhand die Positionen tauschten.
Die Kirschen sinken beim Backen dann auch mit ab, so dass unten dann die Käse-Quarkmischung mit den Kirschen bleibt und der herrlich locker-fluffige Boden als Deckel zum Vorschein kommt.

Das Ergebnis seht Ihr oben.
Der Zauberkuchen schmeckt wirklich wunderbar leicht und frisch nach etwas Zitrone. Durch den lockeren Rührboden-Deckel-Teig erinnert uns das Ergebnis fast etwas an Käsesahnetorte.
Varianten gibt es sicher viele. Je nach belieben mit Schokolade oder anderen Obstsorten.
Der Aufwand ist dadurch, dass man einfach nur alle Zutaten in eine Schüssel werfen und verrühren muss, relativ gering mit tollem Resultat. Der Kuchen ist schnell gemacht.
Wir werden das Rezept sicher nochmal nachbacken. 🙂

P.s.: Wer jetzt noch auf einem Video einfach mal zusehen will, wie das ganze abläuft und aussieht, der kann das auf You Tube z.B. hier tun –>