Grüner Tee und grüner Bärlauch

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Wir haben gemeinsam die Wildnis durchstreift entlang an kleinen blühenden Bächchen auf der Suche nach dem grünen Bären, der sich derzeit mal wieder, wie jedes Frühjahr, in schattigen, feuchten Laubwaldgebieten sichten lässt.
Stark, mutig, gemütlich und echte Genießer sind seine tierischen Namensgeber, zu denen der Mensch lange jeden normalen Bezug verloren hat. Die Cheyenne-Indianer sagen, dass die Bären oft sehr nahe wären, wenn sie im Wald essbare Pflanzen sammeln. Teilweise so dicht, dass man sie schmatzen höre, wenn sie sich mit Obst ihre Wintervorräte anfräßen. Ungemütlich würden Sie nur, wenn man ihre Würde verletze und ihren Vortritt missachte oder sie Angstgeruch der Menschen wahrnehmen würden. Dann nämlich bekämen sie selbst Angst und wehren sich.
In ihren Sagen ist der Bär der kräuterkundige Frühlingsbringer, der im Frühjahr das Licht der Sonne neu begrüßt und um die Wirkung der Pflanzen und Kräuter weiß, mit denen er auch seinen eigenen Organismus nach dem langem Winterschlaf optimal in Schwung bringt. So frisst er auch den Bärlauch, um seinen Darm zu reinigen, zu entgiften und die Verdauungssäfte anzuregen.
Der charakteristische Duft der Bärlauchpflanze war für unsere keltische Vorfahren das erlösende Zeichen den Winter bezwungen und den Sieg des Lebens über den Tod errungen zu haben.
Tatsächlich können die grünen Blätter auch einiges für unsere Gesundheit tun.
Als Entgiftungsmittel ist der Bärlauch lange bekannt. In Verbindung mit Zink und Vitamin C spült er im Frühjahr die Schlacken und Schwermetalle aus dem Körper. Seine ätherischen Öle, regen Magensäfte und Galle an, erneuern und regenerieren die Darmflora und wirken krampflösend. Er senkt Blutdruck und Blutfettwerte, hemmt die Blutgerinnung und kann dadurch auch bei Herz- und Gefäßkrankheiten unterstützen. Insgesamt stärkt Bärlauch unsere Abwehrkräfte, kann Krebserkrankungen vorbeugen, hilft gegen Pilzerkrankungen und wirkt antibakteriell.
Das Frühlingsallroundtalent sollte also derzeit auf dem Speiseplan nicht fehlen.
Selbst sammeln sollte man allerdings nur, wenn man ihn sicher von giftigen Pflanzen wie Maiglöckchen oder Herbstzeitlose unterscheiden kann.

Bei uns hat der Bärlauch den Weg ins Glas als Pesto gefunden.
Da wir aufgrund von Allergien und einer entzündlichen Darmerkrankung nicht alles vertragen, sind die Zutaten für das Pesto sehr spärlich. Der frische Bärlauch, Olivenöl und etwas Salz reichen uns aber völlig um einen wohlschmeckenden Brotaufstrich herzustellen.

Grüner Tee und grüner Bärlauch.
Unser heute sehr gelungener Start in den Tag. 🙂

Hinweis: Die hier eingestellten Informationen können den Rat einer kompetenten Fachperson nicht ersetzen. Hierfür ist ein Arzt oder Heilpraktiker des Vertrauens aufzusuchen. Für Schäden oder Folgen, die sich aus dem Gebrauch oder Missbrauch der hier eingestellten Informationen ergeben, wird keine Haftung übernommen!

Quellen: Storl Wolf-Dieter, Das Herz und seine heilenden Pflanzen, Baden und München 2009, 3. Auflage, S. 134 – 137

Bärwurzbirnhonigkur – 1. Woche

Nach der 1. Woche unserer Bärwurzbirnhonig-Entgiftungskur wollen wir ein erstes Resúme ziehen.
Soweit läuft es bisher ganz gut. Die Ankündigungen aus dem Internet, dass es eine sanfte kur ist, haben sich bestätigt und auch mein sonst so empfindlicher Darm verträgt die Mischung nach einem kleinen Durchhänger am dritten Tag, wo ich doch noch mit stärkeren Durchfällen zu kämpfen hatte, so dass ich auf jeden Fall weiter machen werde. Mittlerweile habe ich sogar das Gefühl, dass die Verdauung besser funktioniert und es weniger zu „Komplikationen“ kommt, wenn ich die Mischung nach dem Essen einnehme.
Positiv haben wir bemerkt, dass uns bereits wesentlich weniger schwindelig ist und zeitweise der Schwindel sogar ganz verschwindet. Auch das geblähte Gefühl im Bauch ist derzeit etwas besser geworden.
Die letzten Tage haben wir festgestellt, dass unsere Kopfschmerzen doch deutlich zugenommen haben. Ob das nun an der Entgiftung liegt oder an Stress und Dissoziation können wir allerdings nicht hundertprozentig sagen.
Auch die Erinnerungsbilder haben die letzten Tage nämlich irgendwie einen Schub bekommen. Es ist fast so als würde die Seele ordentlich mit entgiften.
Mal sehen, wie es weiter geht und was sich noch so tut…

Die Bärwurzbirnhonigkur nach Hildegard von Bingen

Nach einiger Recherche, was man so zur Engiftung tun kann, haben wir uns dazu entschlossen die Bärwurzbirnhonigkur einfach mal auszuprobieren, da sie als sanft und doch sehr wirkungsvoll beschrieben wird. Sanft ist uns besonders wichtig, da unser ohnehin sehr angegriffener Darm durch die Kur ja nicht noch mehr gereizt werden soll.
Die heilige Hildegard sagt dazu:
„Das ist das köstlichste Latwerge und wertvoller als Gold und nützlicher als das reinste Gold, weil es die Migräne vertreibt und die Dämpfigkeit mindert, welche rohe Birnen in der Brust des Menschen verursachen und alle schlechten Säfte im Menschen vertreibt und den Menschen so reinigt, wie man einen Topf von seinem Schimmel reinigt.“ („Hildegard“- Sonderheft Ernährungslehre) Neben der entgiftenden Wirkung und der Wirkung bei Migräne, soll Sie unter anderem auch bei Pilzerkrankungen, Asthma, Darm und Verdauungsproblemen, Gastritis, Roehmheld-Syndrom, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Entzündungen von Nasen-, Mund- und Rachenraum, chronischen Harnwegsinfektionen, Vaginalinfektionen und Hauterkrankungen heilsame Effekte zeigen.
Wir haben uns zunächst die Bärwurzgewürzmischung, bestehend aus Bärwurzpulver, Galgantwurzelpulver, Süßholzwurzelpulver und Pfefferkrautpulfer, fertig im Internet bestellt. 1,5 Kg Birnen werden zu Muß gekocht, anschließend wird 250g Honig und die Gewürzmischung untergerührt und noch heiß in saubere Gläser gefüllt. Fertig sieht die Mischung irgendwie aus wie eine sehr dicke Schlammpackung und riecht sehr würzig.
Von der Mischung nimmt man morgens einen Teelöffel vor dem Frühstück, mittags zwei Teelöffel nach dem Essen und abends drei Teelöffel vor dem Schlafengehen.

Wir führen die Kur vor allem, wegen folgenden Beschwerden durch und werden mal sehen, wie und ob sich in den nächsten Wochen etwas daran verändert:
– Darmentzündungen
– Durchfall
– Magenprobleme
– Wiederkehrende Probleme mit Candida albicans
– Kreislaufprobleme
– Muskel und Gelenkschmerzen
– Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten
– Autoimmunerkrankungen

Seit zwei Tagen nehmen wir die Kur jetzt wie beschrieben ein. Sie schmeckt nicht unbedingt gut, der süß-würzige Geschmack lässt sich aber ertragen. Wir hatten vor allem wegen der Schärfe anfangs Angst, dass sie für unseren Darm zu viele ist und die Durchfälle noch heftiger werden. Eine leichte Zunahme konnte ich zwar bemerken, richtig schlimme Reaktionen blieben bis jetzt aber aus. Wir vernehmen öfter ein deutliches Grummeln aus der Bauchgegend, aber es ist erträglich. Unserem Kreislauf geht es direkt nach der Einnahme oft etwas besser und mir ist nicht mehr ganz so schwindelig. Gestern Abend haben sich dann vermehrt Muskel- und Gelenkschmerzen eingestellt. Ich werte die Symptome einfach mal als erste Entgiftungsreaktionen.
Mal sehen, wie es so weiter geht… Wir werden berichten, wie es läuft. 🙂