Ein Weihnachtsmorgen

Es ist noch grau finster, als ich die Augen aufschlage. Die Katze möchte nach draußen. Vermutlich wird sie ihr Näschen nur eher kurz hinausstrecken. Aufstehen lohnt sich kaum. Regentropfen rollen die Fenster hinunter. Meine Tränen warten auf Januar.

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Schöne Geschichten und echtes Leben

Draußen ist es bereits dunkel. Leichter Nebel verzerrt das Licht der Straßenlaterne vor unserem Fenster. Wir denken nach. Vor allem über schöne Geschichten von gelungenen Heilungswegen und überwundenen Krisen. Aber wann ist man eigentlich selbst an dem Punkt? Wann darf man sagen, dass man trotz verheerender Vergangenheit auf einem guten Weg ist?

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Alltagswochenende und Traumaselbst

Ich sitze erschöpft im Sessel. Der Melissentee in meiner Tasse dampft. Langsam und vorsichtig schlürfe ich ein bisschen davon. Seine Wärme streichelt meine Seele. Vom Balkon zieht es kühl herein. Die Katzen spielen vor dem Fenster fangen. Während in kleinen Schlucken der Tee meine Kehle hinunterfließt beginnt mein Magen sich zu entspannen. Fast ist es so, als habe er nur darauf gewartet, dass sich jemand um ihn kümmert. Im Kopf ziehen die Bilder. Mein Nervensystem ist überlastet. Wenn es könnte, dann würde es wohl die Erinnerungen auskotzen. So aber krümmt sich nur der Magen. Manche Erkenntnis tut bitter weh.

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Skills for Hollydays

Langsam kriecht die Sonne aus dem verschlafenen Himmel. Es wird hell und das neblige Grau zieht sich zurück. Im Küchenfenster glitzert metallisch ein Anhänger. Ich muss darauf achten ihn nicht direkt anzublicken, weil sein Reflektieren meine Netzhaut unangenehm verblitzt. Die Katze schmatzt mir an ihrem Näpfchen freundlich ein „Guten Morgen“ zu. Der Tag strahlt herbstlich belebt. Nur ich komme nicht so richtig in die Puschen. Eigentlich müsste ich Einkaufen. Doch Nerven und Geld sind dieses Monat schon etwas knapp. Für mich wäre es auch in Ordnung den Tag im Bett zu verbringen. Doch es gibt auch Dinge, die mich locken. Die Vögel pfeifen, als hätten wir Frühling. Wenn ich mir das lange genug vorstelle, geht es meinem Gemüt gleich besser. Die nächste Woche liegt mir im Magen und im Frühling wäre sie nicht vorhanden.

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Übergangszeit

Mal wieder sitze ich in meinem Lieblingsgartencenter im Lieblingsgartencentercafé und hänge meinen Gedanken nach. Meine Balkonkästen brauchen neuen Pflanzenschmuck. Die Zeit dafür scheint denkbar ungünstig zu sein. Die Sommerblumen verlieren langsam ihre Pracht und die Herbst-/Winterpflanzen erinnern mich derzeit noch zu sehr an Schnee und Eis. Ich suche also nach der floralen Übergangsjacke für den Blumentopf. Übergangszeit – was soll das eigentlich sein!? Sie begegnet mir derzeit in so vielen Alltagslagen, das dieses so undefinierte Wort fast schon philosophisch von meinem Leben spricht.

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Prozessorientierung vs. Zielorientierung in der Therapie

In den letzten Tagen haben wir uns mal wieder mit der grundsätzlichen Therapieausrichtung beschäftigt. Wir haben versucht mit uns in Kontakt zu kommen und hinzuspüren, was wir an dieser Stelle brauchen. Dabei ploppte auch die Frage auf, woran sich gute Therapie für uns derzeit orientieren muss. Große Unterschiede macht es für uns, ob prozessorientiert oder zielorientiert gearbeitet wird. Mit den Vor- und Nachteilen der jeweiligen Ausrichtung befasst sich nun dieser Artikel.

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Sommernacht und quere Gedanken

Kurz vor Mitternacht, immer noch 27 Grad auf dem Balkon und sternenklarer Himmel. Der Abend geht mit einem Lächeln zu Ende. Eine Grillparty mit Bekannten, war der perfekte, leichtfüßige Ausklang für diesen brüllendheißen Sommertag. Im Grunde könnte man einfach den Stempel „Gut“ darunter setzen, weil alles irgendwie perfekt lief. Erfüllende Arbeitsaufgaben und ein bisschen echtes Social Networking zu später Stunde. Das schöne Gefühl direkt hinter der Fassade fühlt sich sogar ausnahmsweise echt an und nicht nur wie ein maskenhaftes Funktionierroboterüberbleibsel. Aber kennt ihr das, wenn trotzdem irgendwo ganz weit innen, kaum greifbar und schon gar nicht zuzuordnen, ein undefinierbares Empfinden anklopft, dass da noch etwas anderes ist?

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Energieschub für die Seele

Wieder beginnt ein neuer Tag. Wie so oft in letzter Zeit zieht es mich auf den Balkon. Mir fällt auf, dass ich im heimischen Grün anscheinend besonders gut denken und bei mir ankommen kann. Viele Stunden habe ich in den letzen Tagen und Wochen dort verbracht, kleine Flugwesen beobachtet und Erinnerungen an mir vorbeiziehen lassen. Lange bleibe ich heute jedoch nicht draußen. Der Wind kühlt zu sehr. Obwohl mein Herz Anfang Juli noch auf Sommer wartet, fühlt er sich schon leicht herbstlich an. Eigentlich möchte ich zu dieser Jahreszeit nur in weiten Kleidern und luftigen Röcken herumlaufen. Entsprechend wehre ich mich innerlich gegen eine warme Weste.

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Wo lebst du dein „Viele-Sein“?

Die lieben Lunis von „Ein:T:Raum:A:partment“ haben sich auf ihrem Blog in einem tollen Beitrag mit dem Thema auseinandergesetzt, wo und wie sie das Viele-Sein ausleben. Die davon abgeleitete Fragestellung „Wo lebst du dein „Viele-sein?“ fanden wir persönlich sehr spannend. Im Innen gingen wir ganz unterschiedlich damit in Resonanz. Davon inspiriert ist nun dieser Blog-Artikel entstanden, der unser Erleben dazu widerspiegelt. Wir haben hier bewusst ausgeklammert, wo wir mit der DIS offensichtlich für das Außen erkennbar werden. Uns ist aber wohl bewusst, dass die Frage in ihrem Ursprung den Aspekt beinhaltet.

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Klinik – Die ersten Tage

Mittlerweile sind wir gut in der Klinik angekommen. Viel können wir noch gar nicht erzählen. Die Abläufe spielen sich erst langsam ein und die ersten therapeutischen Stunden laufen an. Trotzdem wollten wir ein kurzes Update hier lassen. 😊

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