Katermorgen im neuen Grün 😉

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Es ist früh am Morgen.
Die ersten Sonnenstrahlen fallen durch die Balkontüre herein. Das macht die Miezen munter. Als ich versuche mich zu bewegen, spüre ich leichten Widerstand von meinen Gelenken. Über Nacht ist ein dritter Kater hier eingezogen. Herr Muskelkater. Im Gegensatz zu den beiden anderen Katzen möchte er kein Frühstück machen und sich nicht nach draußen begeben. Tja, hilft nix. Zwei gegen einen. Und da dieser Haushalt demokratisch von meinen Stubentigern regiert wird, stehen wir natürlich auf und servieren pünktlich feine Geflügelhäppchen auf Paté. Diese Aktion erweist sich allerdings als Flop. Weiterlesen

Katzenträume

Die Katze ist gerade dabei es sich auf unseren Oberschenkeln gemütlich zu machen. Wir sind müde und doch wach. Es ist mitten in der Nacht. Im Kopf bewegen sich Gedanken. Sie suchen einen Schlafplatz.
Eigentlich ist Sommer. Diese Sommernacht ist kalt. Wir ziehen uns die Decke bis zum Kopf. Zu warm. Füße wieder raus. Unser traumageschädigter Darm macht einen Gluckser – wohl eher nicht vor Freude. Eine zweite Fellnase schaut uns auf einmal tief in die Augen. So tief, dass die Schnurrhaare unsere Wangen kitzeln. Schnurren, Treteln und ein lautloses: „Du liegst falsch. Könntest du bitte endlich die Seite wechseln und mich streicheln!?“ Wir kommen der Bitte nach. Die andere Seite war eigentlich bequemer. Mit der Hand im weich-warmen Katzenfell kommen die Kinder zur Ruhe. Ein Lächeln huscht über die traurigen Lippen. Bald wollen die Augen schlafen. Mit beiden Katzen im Arm schlummern wir ins Land der Träume.
Danke, kleine Katzentherapeuten!

Zwei Katzen unterhalten sich

 

Katzenpläne

Es ist früh am Morgen.
Wir sitzen hier am offenen Fenster.
Atmen. Die kühle Luft.
Die Nacht hat nicht begonnen und nun endet sie.
Wach. Liegen unmöglich.
Die Gedanken im Kopf kreisen.
Irgendwann spät in der Nacht gegen morgen packt es uns. Wir müssen raus.
Hier drin ist es so eng. Wir steigen in unsere Hose und werfen ein dickes Shirt über.
„Komm Mr. Miez, wir gehen spazieren.“
Die Katze guckt ungläubig. „Spazieren!? vor dem Frühstück!?“
Die Nachtluft ist kühl und feucht. Leichter Nieselregen prasselt auf uns nieder.
Beide Katzen strecken ihre Näschen aus der Tür. „Scheiß Wetter und ausgrechnet jetzt will unser Frauchen raus. Sonst immer gerne, aber so…!“
Sie bleiben unter dem Vordach sitzen und schauen mit mir in die Nacht.
Langsam hebt sich die Lunge etwas freier.
„Wir wollen wieder rein!“, erinnert mich ein Miau.
„Und Hunger haben wir auch!“, verrät der Katzenblick.
„Ok.“, denke ich, „Schade.“ Doch alleine mag ich die Runde auch nicht gehen.
Ich komme der Bitte nach, öffne die Haustüre und stelle den Tigern ihre Mahlzeit auf den Küchenboden.
Dankbares schnurren.
Versuche ich eben doch mich auszuruhen.
Fünfzehn Minuten später wendet sich das Blatt.
Das Katzenduo ist nun satt und anscheinend bereit für einen Spaziergang.
Wildes fegen durch die Wohnung.
Belagerung der Eingangstür und lautstarkes „Wir wollen raus!“-Miauen.
Wir ziehen uns also wieder an und gehen los und machen genau das, wovon wir kurz vorher die Miezen überzeugen wollten, nur, dass es jetzt die Katzen sind, die spazieren wollen und die Katzen mit uns spazieren gehen, statt wir mit ihnen. 🙂