Frühere Schwangerschaft nachweisen

Wir haben uns heute dazu entschlossen zu diesem schwierigen Thema einen Beitrag zu schreiben. Über längere Zeit haben wir uns intensiv damit beschäftigt, ob sich eine Schwangerschaft im Jugendalter als erwachsene Frau noch nachweisen lässt. Unsere Ergebnisse wollen wir hier mit euch teilen, auch weil wir bei der Recherche festgestellt haben, dass Google dazu praktisch nichts an Informationen ausspuckt. Das hätte uns aber sehr geholfen und einiges erleichtert.

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Spurensuche – sich das unvorstellbare glauben

„Einer der besten Indikatoren einer möglichen Geschichte von Mind-Control ist das Vorhanden sein von traumatischer Dissoziation. Unglücklicherweise liegt der Umstand der Dissoziation darin, verborgen zu sein. Sie verbirgt nicht nur das Material, sondern den Umstand selbst, dass es Material gibt, das dem Bewusstsein entzogen ist.“

Alison Miller in „Werde wer du wirklich bist“ 

Erst war es nur ein leises Klopfen, dann ein Pochen und schließlich ein synapsenfüllender Prozess des Selbstzweifels und des Bezweiflens der eigenen Geschichte.
Von einem Moment zum anderen war oft gar nichts mehr klar. Nicht mal das sicherste Nichts.
Die Suche nach Beweisen für oder gegen die Bilder, die so unverfroren waren, ungefragt in meinem Kopf aufzutauchen, mir von Abgründen zu erzählen und sowohl Körper, als auch Seele von jetzt auf gleich in einen Zustand zerberstenden Schmerzes oder erfrierender Ohnmacht zu versetzen und danach oft wieder abtauchten in ungreifbare Tiefen.
Dissoziation macht Realitäten ungreifbar.
Mehr oder weniger starke Zweifelphasen sind wohl den meisten Überlebenden bekannt, teils sogar von den Tätern bewusst geplant.
Ringen um Wissensstrohalme, durch dessen kleine Öffnung in der Gefühlsverwirrung Sicherheiten entstehen können.
Anbei möchten wir mit euch ein paar der Erinnerungen, Symptome und Beweise dafür teilen, dass wirklich etwas geschehen ist, die uns geholfen haben:

  • Bist du dissoziativ? Gibt es vielleicht sogar eine Diagnose wie DIS oder DDNOS, die das bestätigt? Übermäßige Dissoziation ist eine Traumafolge. Hast du ausreichende Erklärungen für das Maß der Dissoziation, das du bei dir selbst wahrnehmen kannst, wenn du leugnest, dass dir etwas geschehen ist?
  • Wenn du denkst, dass du dir selbst und anderen nur etwas vorspielst, kannst du damit aufhören?
  • Wenn du malst, schau dir deine Bilder an. Worum geht es? Wiederholt sich etwas immer wieder? Sind sie so unterschiedlich, als hätten Sie verschiedene Personen gemacht? Welchen Inhalt haben sie? Lange bevor wir eine Diagnose hatten oder in Therapie waren, haben wir z.B. Bilder gemalt, in denen verschiedenen Welten getrennt waren, links und rechts, schwarz und weiß, Tag und Nacht, Schnee und Sonne, ein offenes und ein geschlossenes Auge…
  • Hattest du vor den Zweifeln gerade eine Phase, in der besonders viel schmerzliches Material hochgekommen ist oder du dir glauben konntest? Habt Ihr gerade in der Therapie eine Erinnerung näher besprochen? Uns ist für uns aufgefallen, dass sich die stärksten Zweifelphasen oft als eine (Rettungs-)Reaktion auf eine Flut unaushaltbarer Erinnerungen zeigten oder als eine Art Gegenreaktion auf den Realisierungsprozess in der Therapie.
  • Gibt es Dinge, Erinnerungen und Verhaltensweisen, die schon vor jeder Therapie oder bevor du mit jemandem gesprochen oder etwas darüber  gelesen hast, aufgetaucht sind? Man kann sich Erinnerungen nicht einreden, wenn nichts passiert ist. Allison Miller selbst schreibt über sich, dass sie im Laufe Ihres Berufslebens zig solcher Geschichten gehört hat und noch nicht einmal auch nur Ansatzweise auf den Gedanken kam, dass es ihr selbst passiert sei. Von unserer Therapeutin haben wir ähnliches gehört. Völlig unlogisch wäre auch, dass man auch öfter von anderen traumatischen Begebenheiten, wie Naturkatastrophen hört. Wie oft hast du dir schon gedacht, dass du einen Tsunami, ein Erdbeben oder einen Vulkanausbruch überlebt hast, nur, weil du im Fernsehen Berichte darüber gesehen hast und das auch noch körperlich und emotional spüren können (sofern du das nicht wirklich erlebt hast)? Wahrscheinlich nie.
    Dennoch hat es uns oft geholfen uns zu überlegen, was an Bildern, Emotionen, Verhaltensweisen und Empfindungen schon immer da war, bevor wir uns direkt mit dem Thema beschäftigt haben, um aus der „Das rede ich mir nur ein“-Schleife herauszukommen.
  • Gibt es Erinnerungen von denen du hundertprozentig weißt, dass sie genau so passiert sind?
  • Falls du denkst, du lügst oder bildest dir alles nur ein, dürftest du eigentlich aussschließlich ganze und vollständige Geschichten, von denen du weißt, wie sie begannen, wie sie verliefen und wie sie endeten, haben. Nein!? Wenn du dir die Erinnerungen nur ausdenken würdest, könntest du sie einfach nach belieben phantasievoll ergänzen. Wenn du an Punkte kommst, wo du feststellst, dass du hier nicht weißt, wie es weiter geht oder wie es zu Anfang war, spricht das nicht dafür, dass du gerade Geschichten erzählst, denn den Verlauf von Geschichten kannst du einfach bestimmen.
  • Hast du Körpererinnerungen? Körpererinnerungen stellen das Wiedererleben eines körperlich erfahrenen Traumas dar. Dein Körper kann sich nicht an Schmerzen oder Berührungen erinnern, die er nicht erfahren hat. Sie sind nicht durch Fernsehen oder Bücher beeinflussbar. Was man noch nie gespürt hat, kann man auch nicht wiedererleben. Wie fühlt es sich an vom Rüssel eines Elefanten umarmt zu werden? Sofern du es nicht erlebt hast, kannst du vielleicht versuchen es dir vorzustellen, aber wissen und spüren tust du es nicht. Im Gegensatz dazu werden die meisten sofort wissen und körperlich nachempfinden können, wie es sich anfühlt einen Hund oder eine Katze zu streicheln. Wenn du Vergewaltigung oder Missbrauch auf Körperebene spüren kannst, kannst du dir sicher sein, dass das auch passiert ist.
  • Gibt es Belege von Außen, die dir deine Erinnerungen ein Stück weit bestätigen können? Berichten andere Betroffene ähnliche Abläufe oder über die gleichen Orte, an denen die Gewalt passierte? Gibt es Fotos?  Zugegebenermaßen sind das wohl die am schwierigsten zu bekommenden Beweise. Manchmal gibt es Sie dennoch. Mittlerweile wissen wir von anderen Personen, die ganz unabhängig von uns, Jahre nachdem wir bereits in der Therapie darüber geredet haben, über die gleichen Täter und Orte, wie wir berichten. Wir wissen, dass das selten ist und wir würden nicht gezielt danach suchen. Erstens, weil wir es als zu gefährlich erachten und zweitens, weil Erfahrungsgemäß bei uns die Aussagen anderer noch lange nicht dazu führten, dass wir die eigenen Erinnerungen auch als Wahrheit zulassen konnten. Dennoch kann das wichtige Anhaltspunkte liefern, sofern vorhanden.

Unsere Liste ist sicher nicht vollständig und nur ein Auszug an Überlegungen, die uns geholfen haben. Eventuell werden wir diese zu einem späteren Zeitpunkt ergänzen.
Wenn in deinem Kopf Erinnerungen und Fragmente an rituelle oder organisierte Gewalt auftauchen oder du das Gefühl hast, dass etwas von dem Thema mit dir zu tun hat, vertraue dir und folge der Spur. Letztendlich kannst du nur so herausfinden was für dich stimmt und was es für dich bedeutet.
Andere mögliche Indizien für rituelle Gewalt findet man auch auf anderen Internetseiten, z.B. hier oder im Buch von Alison Miller für Betroffene von Ritueller Gewalt und Mind Control „Werde, wer du wirklich bist“, erschienen im Asanger Verlag, aus dem auch das obige Zitat und einige Anregungen für diesen Blogbeitrag stammen.