Herbstnebel am Frei-Tag

Dichter Wassernebeldunst hängt zwischen den Häuserwänden. Zum ersten Mal in diesem Jahr ist eine Herbstwolke so tief auf der Erde gelandet, dass mein Blickfeld deutlich reduziert ist. Die ersten Meisen flattern trotzdem schon vor acht an der Futterstelle und lassen es sich vom grauen Morgen nicht nehmen ausgiebig zu Frühstücken. Meine Salzlampe leuchtet warm die Kälte weg. Im orangenen Schein nehme ich meine Tabletten und koche mir anschließend eine Tasse Kaffee. Heute ist mein persönlicher Frei-Tag der Woche. Der Kalender ist leer. Was also tun?

Weiterlesen

Mein Watte-Gefühl

BA29E415-80B2-4407-B891-FB8980F35090

„Ich nenne es das Wattegefühl. Natürlich gibt es für dieses Gefühl, dass keines ist, sondern eher ein Zustand, auch einen Fachausdruck. Aber erstens tut der an dieser Stelle nichts zur Sache, zweitens ist er nicht hilfreich und drittens von Leuten erfunden, die etwas zu benennen hatten, das ihnen nicht aus eigener Erfahrung, sondern nur aus Berichten von Patienten bekannt war. Ich bleibe also bei meinem Begriff, bei dem, was ich mein Watte-Gefühl nenne.“
Susanne Preusker, Sieben Stunden im April, München 2013, S. 37
Weiterlesen