#Rastertherapie – Eine Petition gegen die pauschalisierte Behandlungsdauer von psychischen Erkrankungen

Unser lieber Krankheitsminister Jens Spahn glänzt aktuell Mal wieder mit seinem Vorschlag die Länge von Psychotherapien standardmäßig zu beschränken, um den Versorgungsmangel zu beheben. In der Praxis würde das dann so aussehen, dass beispielsweise für die Behandlung von Depressionen maximal 12 Monate zur Verfügung stehen. Danach ist definitiv Schluss, egal wie es dem Patienten dann geht. Sonderanträge sind nicht mehr möglich. Therapieplätze werden so in absehbarer Zeit wieder frei und stehen den derzeit wartenden Menschen zur Verfügung. Brilliante Idee Herr Spahn! Dumm nur, dass dann zwar schneller wieder Therapieplätze frei werden, aber die Patienten die durchs Raster fallen, weil die Erkrankung nicht in der vorgeschriebenen Zeit heilen wollte, einen Versorgungsmangel haben. Aber egal, solange die Statistiken auf dem Papier wieder passen, gell!?

Dass dieses Vorgehen mit einer DIS-Diagnose, Ausstieg und was sonst noch alles dazu gehören kann, ein Ding der Unmöglichkeit ist und dafür schon die derzeit möglichen kassenfinanzierten Therapiestunden maximal ein Tropfen auf den heißen Stein sind, spare ich mir an der Stelle ausführlicher zu erklären.

Eine sehr unterschreibenswerte Petition gegen die geplante Gesetzesänderung findet sich unter folgendem Link. Die deutsche Depressionsliga unterstützt die Aktion. Gerne unterschreiben, teilen und weiter sagen!

https://www.change.org/p/jens-spahn-keine-rasterpsychotherapie

Der Fall Edathy…

… und die Ohrfeige, die man durch das Urteil den Opfern von Kinderfoltervideos und -Bildern verpasst, macht mich wütend und sprachlos zugleich obwohl es doch so viel zu sagen gäbe.

Aufmerksam möchten wir hier auf folgendes machen:
Martin Niedl hat eine Petition ins Leben gerufen, mit der er Wiederspruch gegen die Einstellung des Verfahrens von Edathy beim Deutschen Bundestag einlegen möchte.
Unterschreiben kann man hier: https://www.openpetition.de/petition/online/widerspruch-gegen-die-einstellung-des-verfahrens-edathy
Die Mindestanzahl von Unterschriften, die es braucht, dass die Petition überhaupt vor dem Bundestag diskutiert wird, ist zwar mittlerweile schon erreicht. Trotzdem denken wir, dass wohl jede Stimme Sinn macht und der Petition mehr Gewicht verleiht.