Volles Leben und trauriges Sterben

Der erste Mairegen prasselt auf die Balkonbretter. Rund um mich herum blüht, wächst und grünt es. Die Natur genießt die weibliche Kraft des Wassers nach der langen, trockenen Sonnenphase. Dieses Jahr wird mir besonders bewusst wie viel die Pflanzen seit unserem Umzug vor einigen Jahren gewachsen sind. Es scheint als wären sie in ihrer neuen Heimat nun richtig angekommen. Wir haben uns hier gemeinsam verwurzelt. Als eingespieltes Team pflegen wir uns gegenseitig. Ich sorge für Nährstoffe, Wasser und Schutz und darf dafür nach Herzenslust mitten im Grün meinen Gedanken nachhängen und Energie tanken. Missen möchte ich diese Zauberwelt nicht mehr. Mitten im gebündelten Leben holt uns seit einigen Tagen jedoch der Tod ein.

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Suizid nach Vergewaltigung

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Ich liege im Bett. Es ist früh am Morgen. Die Katze schnurrt neben mir. Wir kuscheln uns beide in die warme Decke. Meine Gedanken beginnen den Tag mit einem traurigen Thema – dem Tod durch die Folgen von Vergewaltigung. Dabei geht es mir als Ursache gerade weniger um direkte Verletzungen oder Schockzustände während dem Trauma selbst, als mehr um die langfristige Gefahr deshalb verfrüht aus dem Leben zu scheiden. Neben körperlichen Spätfolgen durch den posttraumatischen Dauerstress ist auch die Suizidwahrscheinlichkeit drastisch erhöht. Vergewaltigung ist damit ein Verbrechen, das leider allzu oft permanente Todesnähe in das Leben der Opfer bringt.
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