Insekten, Sodomie und rituelle Gewalt

Ich setze mich langsam auf und wische mir den Schweiß von der Stirn. „Was für eine Nacht!“, denke ich und bin darum bemüht die verstreuten Ecken meines Bewusstseins zu einem weniger wattigen Etwas zusammenzusetzen. Aufstehen, Zähneputzen, Kaffee kochen… Die Albträume sitzen mir noch mit ihren spitzen Angstmomenten in den Knochen. Orientieren. Als die ersten warmen Schlucke langsam meine Kehle Hinunterfliesen komme ich etwas im Heute an. Seit Tagen schon nimmt die Falshbackdichte deutlich zu. Erinnerungen an das vergangene beuteln mich. Ein besonderes Cluster bilden die Traumata, in die auf unterschiedliche Art und Weise Tiere eingebunden waren.

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Liebe verbreiten 💕

Die Melinas haben uns nachträglich nominiert beim „Liebe verbreiten“ mitzumachen. Wer mehr zur Challenge erfahren möchte findet eine genauere Beschreibung hier auf dem Blog von Saskia.
Nachfolgend könnt ihr nun unsere tierische Umsetzung zum Thema „Liebe verbreiten“ lesen 🐈:

Die Katzendame tätschelt dem vor sich hin schlummernden Kater sanft mit dem Pfötchen auf den Kopf. „Ich will spielen und er nicht“, schaut sie mich vorwurfsvoll an. In seinen Augen steht eine gewisse Genervtheit. Doch er beißt sie nicht weg oder maßregelt sie. Er lässt sie eine Zeit lang einfach an ihm herumzwirbeln. Irgendwann wird es ihm zu bunt. Der Kater hebt eine Pfote, und öffnet das Mäulchen, um der Dame anschließend sanft zu sagen, dass es jetzt aber mal genug ist. Sie lässt ihre Aufforderungen daraufhin sein und sucht sich eine andere Beschäftigung.
Wer die beiden schonmal zusammen gesehen hat, weiß, dass sie sich lieben. Zart schmiegen sie ihre Köpfchen aneinander und schnurren sich an. Wenn der „Feind“ ins Revier gestreunt kommt, halten beide dicke zusammen. Niemand greift seine Dame an, ohne, dass er es auch mit ihm zu tun bekommt. Seine Katzendame eifersüchtelt hingegen, wenn er aushäusigen Katzendamen näher kommt. Dann keift und faucht sie klar, dass sie die einzige Dame ist, die ihrem Traumkater näher kommen darf. Gemeinsam ziehen sie dann als Traumpaar von dannen und begeben sich auf ein neues Abenteuer. Auch wenn sie normalerweise auf getrennte Schlafplätze stehen, eine kurze Kuschelrunde geht immer. Dann putzt sie ihm das Öhrchen und knabbert ihm das Fell zurecht, ehe sie gemeinsam einschlafen.
Beim Futter gib’s keinen Futterneid. Jeder frisst seine Portion und lässt dem Anderen seine. Einzige Ausnahme: Der Dame fällt etwas in den Napf, was sie nicht mag. In dem Fall bekommt der Kater von ihr eine zweite Portion zugeschoben und sie eine Neue vom Frauchen in anderer Geschmacksrichtung. Wer könnte dem armen Tier mit den hungrigen Kulleräugchen schon wiederstehen, dem der Kater grade das Futter weggefressen hat?! 😉
Und wenn sie sich mal streiten, was ja in den besten Beziehungen vorkommt, dann tun sie selbst das liebevoll und nie wirklich schlimm und lange…

Das besondere Geschenk für mich daran: Sie teilen ihre Liebe mit mir und wenn ich die beiden so anschaue, verbreiten sie diese liebevolle Stimmung auch in mir und ihrer Umgebung. Sie fragen nicht danach, ob wir viele sind. Sie wissen es. Und es ist ihnen egal, wie wir Menschen unser Sein nennen. Sie lieben uns in jeder Faser und lernen uns dabei ganz selbstverständlich, es ebenso bedingungslos zu tun. Liebe ist ansteckend.
Die Essenz in dieser Mensch-Katzen-Begegnung: Es ist egal was du tust und wen du liebst, solange du liebst. Dann springt die Begeisterung weiter und die Herzen deiner Umgebung fangen an zu schlagen. Plötzlich hat man den gleichen (Im-)Puls.
Liebe ist wohl die einzige Ansteckung die man gerne in Kauf nimmt und von der man nie genug bekommen kann. ❤️

Und weil wir uns soooooo gefreut haben auch nominiert worden zu sein, nominieren wir hier folgende Blogs zum Liebe weiter verbreiten:
💕 Pauline mit ihrer „LinguFaktur
💕 Sophie von „Leben im Wandel“
💕 Den „Schnippelboy“, weil Liebe ja bekanntlich auch durch den Magen geht…
💕 AnDi vom „Schlemmerbalkon“, sobald sie aus der Pause zurückkommen, die sie sich aus Selbstliebe gegönnt haben
💕 Nelia vom „Farbensehnsuchtblog“

Und meine beste Freundin, die zwar keinen Blog hat, aber gerne eine WhatsApp Nachricht an mich verfassen darf, wenn sie das ließt..😉💕

Wenn ich einen Blog hier nicht genannt habe, bei dem ich mitlese oder auch umgekehrt, der oder die aber trotzdem gerne mitmachen will, dann fühlt euch hiermit einfach alle aufgerufen. Ich lese bei so vielen mit, die ich richtig toll finde, dass die Auswahl wirklich nicht ganz leicht war…

Der Otter und seine Medizin


Tiere – wen berühren sie nicht!?
Oft haben uns die wunderbaren Tierwesen sehr bewegt.
Ihre Weisheit haben sie uns oft zu teil werden lassen, wenn wir nicht weiter wussten oder es uns an einer Fähigkeit mangelte, die sie besaßen, wir aber gerade einfach nicht hatten.
Dann haben wir uns still hingesetzt, über sie gelesen und versucht zu spüren, wie sie ihr leben lösen.
Die Katze, der Uhu, die Eule, die Maus, der Adler, der Hund…
Als Tier hat jedes von ihnen eine Botschaft und seine eigene Medizin.

Gerade läuft uns sehr oft der Otter über den Weg.
Schon vor einigen Jahren während unserer Ausbildung ist er aufgetaucht und dann für einige Zeit wieder in den Hintergrund getreten.
Er ist ein quirliger Geselle. Zu den Wieseln und Mardern gehörend, ist er ein Landtier, das jedoch auch prima im Wasser zurechtkommt. Wo er im trüben Gewässer nichts mehr sieht, da helfen ihm seine hervorragenden, feinen Tasthärchen weiter. Neben Fischen ernährt er sich durchaus auch von kleinen Nagetieren und Vögeln, Eiern und Pflanzen. Das eher scheue Tier ist dämmerungs- und nachtaktiv und lebt in kleinen Familienzusammenschlüssen, wo er sich um seine Jungen kümmert. Er hat seinen festen Platz und sein Territorium, in dem er jagt und frisst. Der Spaß darf bei all dem nicht zu kurz kommen! So sonnt er sich gerne und hat Freude daran ausgelassen zu spielen.

Otter bringen die Lebensfreude mit sich. Bei all der harten Arbeit und dem Kampf um Futter und Überleben, darf eines bei Ihnen dennoch nicht fehlen – das Spiel. Einfach mal loslassen, ausprobieren, ohne Ziel, ohne Angst davor zu versagen, weil man auch im Spiel Wege finden kann. Die eigene Kreativität entdecken. Leichtigkeit ist angesagt. Don’t worry, be happy. 🙂
Von festen Regeln, wie sie zu leben haben, halten sie nicht viel. Sie passen sich der Umgebung an und machen das beste für sich selbst daraus.
Der Otter verbindet die Erde mit dem Wasser, das Gefühl mit guter Bodenhaftung und lehrt, wie wir in unseren Emotionen schwimmen und dennoch den guten Landkontakt zum Ufer bewahren. Er bewegt sich selbstsicher fort, auch wenn ihm die Sicht der Augen im dunklen Wasser mal fehlt, weil er sich auf sein Gefühl und die Tastsinne verlassen kann.
Sicher haben die Tiere noch weit mehr Eigenschaften, von denen wir lernen können, als wir hier erwähnt haben. Manches entdecken wir, wenn wir uns darauf einlassen und den Otter in seinen Fähigkeiten mit unserem Gefühl erkunden und was es uns zu sagen hat.

Die Meditation mit oder über Tiere empfinden wir als wohltuend und man lernt sich gegenseitig als Lebewesen schätzen.
Wir freuen uns darauf, uns am Wochenende immer wieder ein paar Minuten darauf einlassen zu können und daraus Kraft und Ideen für den Alltag zu schöpfen.

Quellen: Ruland Jeanne, Krafttiere begleiten dein Leben, Darmstadt 2004, Neuauflage 2017