Regengeplätscher und Christrosenzauber

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Es regnet. Nein, es schüttet. Wie aus Eimern. Alles was an Wasser im Himmel eingelagert war, findet genau in diesem Moment seinen Weg zum Erdboden. Trotz der Fluten habe ich es mittlerweile wieder ins Haus geschafft. Unter der Türe schüttle ich mich einmal wie ein Pudel, der versucht die Nässe draußen zu lassen. Es gelingt bedingt. Von drinnen sieht die Welt schon besser aus. „Wenn man nicht raus muss, ist das Wetter eigentlich ganz gemütlich“, denke ich und lausche für einem Moment den prasselnden Tropfen am Fenster. Bald ist das Essen fertig. Im Topf dampft der Reis. Die zugehörige Sauce kocht. In der Regenrinne gluckert das Wasser, wie in einem kleinen fließenden Bächlein, ehe es an der Hausecke rauschend nach unten stürzt. Aus den Einkäufen blickt mich eine kleine Christrose mit zart weißem Gesicht an. „Du solltest auf den Balkon, hmm“, sage ich zu ihr. „Hier drin ist es für dich zu warm.“ Ich hadere im Angesicht der Regenfluten. Schließlich ringe ich mich dazu durch doch schnell loszulaufen und ihr einen schönen Platz im Freien zu geben. Als ich fünf Minuten später tropfend wieder hinter dem Fenster an der Balkontüre stehe, strahlt sie von draußen zurück. Mission erfüllt. In meinem Kopf beginnt ein Weihnachtslied zu klingen, durch das ich die pflanzlichen Schneegeschöpfe erst richtig zu schätzen gelernt habe. Die Melodie macht mir ein wohliges Gefühl im Bauch und ich singe es so gerne. „Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit, draußen in Eis und Schnee und wenns in der Winternacht friert und schneit, das tut der Rose nicht weh. Es grünt eine Hoffnung zur Weihnachtszeit, drinnen im Herzen still, dass immer und ewig, so schön wie heut, Frieden werden will.“
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Weihnacht, Tee und frohe Wünsche

„Die Kunst des Tees,
muss man wissen,
ist nichts anderes als Wasser kochen,
Tee zubereiten
und trinken.“
Sen No Rikyu (1522-1591), japanischer Teemeister

Wir wünschen euch allen eine schöne Weihnachtszeit, in der euere Wünsche für das neue Jahr Flügel bekommen! Macht es euch gemütlich, egal ob mit einer Tasse Tee oder etwas Anderem, das die Seele wärmt. Der Zauber liegt in der Einfachheit der Dinge.
So bekommt auch heißes Wasser ganz von selbst einen herrlichen Geschmack…

Euere bunten Schmetterlinge 💫🦋💫

Zitat entnommen aus „Ur-Medizin“ von Wolf Dieter Storl, 2017, S. 28

Wortgeschmeide

Manchmal da liegen Worte an, wie schöne Geschmeide aus Gold oder Silber. Sie schmücken den, der sie spricht ebenso, wie das Gegenüber. Ihr Klang streichelt die Ohrmuscheltrommelfellgehörgangsschneckenhärchen mit seinen Wellen.
Sie schwingen.
Ihr Glanz ist eigen und oft vom richtigen Moment bestimmt. Dann scheinen sie, wie der Lichteinfall der Sonne an manchen Tagen zaubert. Es gibt Worte die klingen mit ihrem Wortkörper genau so, wie das, was sie bedeuten. Und Worte die aus Buchstabenkombinationen bestehen, die mehr sind, als das.
Magie liegt in jedem von ihnen.
Sie zaubern Lachen in Gesichter, malen Tränen in die Augen, sprechen Wünsche, drücken aus, heilen sanft, verletzen schnell.
Du bist der Magier.
Gebrauche sie klug!